Roboter mit 3D-Drucker vorgestellt

30. September 2011, 8:27 Uhr | Archiv

Wenn es um die Entwicklung und Herstellung von Robotertechnologie und ihren Bauteilen geht, ist ein gut durchdachtes und funktionales Design von entscheidender Bedeutung. Um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, haben findige Forscher des Creative Machines Lab der Cornell University im US-Bundesstaat New York nun ein neuartiges Produktionsverfahren vorgestellt, das einzelne Roboterteile wie künstliche Muskeln, Knochen, Batterien, Kabel und sogar Computer passgenau von einem 3D-Drucker „bauen“ lässt.

Voxjet 3D-Drucker (Quelle: creativemachines.cornell.edu/Rapid_Assembler)

„Unser Ziel ist es, Roboter in der theoretischen Simulation zu entwickeln und dann einfach ‚Print‘ zu drücken, um das entsprechende Bauteil aus einem 3D-Drucker ausspucken zu lassen“, zitiert NewScientist Jeffrey Clune, Leiter des sogenannten „HyperNEAT“-Projekts, das sich vor allem der Weiterentwicklung der neurowissenschaftlichen Robotertechnik verschrieben hat. Die Forschungsarbeit, die Clune und sein Team am Creative Machines Lab betreiben, gilt als revolutionär und soll letzten Endes dazu beitragen, eine vollkommen neue Art von kreativer künstlicher Intelligenz zu erschaffen, die sich in ihren Grundzügen stark am menschlichen Vorbild orientiert.

Um seine Vision der Zukunft des Roboterbaus Wirklichkeit werden zu lassen, hat Clune gemeinsam mit Kollegen die Webseite EndlessForms ins Leben gerufen. Diese nutzt spezielle algorithmische Berechnungsmodelle, um bestehende Designkonzepte schrittweise anzupassen, sodass sie anschließend per 3D-Druckverfahren plastisch umgesetzt werden können.

Zum jetzigen Zeitpunkt steckt dieses Verfahren noch in den Kinderschuhen. Dennoch ist es Clune zufolge bereits mehrfach gelungen, verschiedene Einzelkomponenten für den Roboterbau wie etwa Kabel oder künstliche Muskeln auf diese Weise herzustellen. Die größte Herausforderung liegt derzeit noch darin, auch unterschiedliche Materialien mit verschiedenen Härtegraden produzieren zu können. „Am Ende soll sich alles ausdrucken lassen“, so der Wissenschaftler.

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(Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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