Deutsche Verlage setzen auf Kindle Fire

4. Oktober 2011, 10:16 Uhr | Archiv

Amazons vor kurzem vorgestelltes Tablet Kindle Fire gibt neue Hoffnung auf dem Tablet-Markt. Die beiden großen deutschen Verlegerverbände VDZ und BDZV wollen mit Hilfe des Tablets die Kontrolle durch Apple auf dem Tablet-Markt beenden. Grund dafür sind die strengen Geschäftsbedingungen von Apple.

Amazons 'Kindle Fire' - (Quelle: engadget.com)

Hans-Joachim Fuhrmann von der Geschäftsführung des Bundesverbandes der Deutschen Zeitungsverleger (BDZV) erklärte gegenüber der Welt am Sonntag: „Was uns stört, ist, dass Apple die Geschäftsbedingungen diktiert“. Gemeint ist damit unter anderem die Klausel, dass Apple bei In-App-Verkäufen 30 Prozent des Umsatzes für sich beanspruchen will. Auch haben die Verlage keinen Zugriff auf Kundendaten, da diese Kunden von Apple sind. Als Hintertür muss bisher also eine separate Webseite oder Webanwendung genutzt werden.

Mit Amazons Kindle Fire soll sich das ändern: „Nun gibt es nicht nur einen Anbieter mobiler Infrastruktur, sondern einen zweiten starken Mitspieler.“ Anbieter digitaler Inhalte haben hier neue Möglichkeiten, ihre Inhalte zu vertreiben.

Zwar wurde das Tablet erst für die USA angekündigt und soll dort am 15. November dieses Jahres für 199 US-Dollar zu kaufen sein, doch ist auch ohne Ankündigung zu erwarten, dass das Tablet den deutschen Markt erreichen wird, womöglich nur etwas später.

Das unter einer von Amazon stark bearbeiteten Version von Android betriebene Tablet besitzt neben einem kratzfesten 7-Zoll-Multitouch-IPS-Display mit einer Auflösung von 1.024 x 600 Pixeln auch einen Dual-Core-Prozessor, 8 Gigabyte internen Flash-Speicher und WLAN-Modul sowie Micro-USB- und Kopfhöreranschluss. Mit einer Akkulaufzeit von 8 Stunden und einem Gewicht von 413 Gramm soll es sich gut für die Nutzung unterwegs eignen. Zum Weihnachtsgeschäft soll Gerüchten zufolge eine weitere Version des Kindle Fire mit 10,1-Zoll-Touchscreen den Markt erreichen.

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(Marco Schürmann | Quelle: golem.de)

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Marco Schürmann

1 Kommentar

  1. Antworten

    Chris

    4. Oktober 2011

    Dass ist mal eine Entscheidung mit Weitsicht: Deutsche Verleger "setzen" auf ein Device, dass für Deutschland noch nicht einmal ANGEKÜNDIGT ist. Respekt


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