Standards aus der IT-Branche anerkannt

4. Oktober 2011, 9:24 Uhr | Archiv

Ein aktueller EU-Verordnungsentwurf zur Europäischen Normung sieht eine Sonderregelung für den ITK-Sektor vor. Demnach sollen künftig auch Standards von nicht-staatlich anerkannten Normungsorganisationen in das europäische Normungssystem übernommen werden können. Damit werden öffentliche Ausschreibungen von ITK-Produkten und -Dienstleistungen einfacher und transparenter.

(Quelle: pixelio // Fotograf: Peter Kirchhoff)

Bislang mussten weltweit genutzte Standards wie HTML oder WLAN in öffentlichen Ausschreibungen umständlich umschrieben werden, so der Bitkom auf der internationalen Standardisierungskonferenz SIIT 2011 in Berlin. Die dreitägige Konferenz war mit über 100 Teilnehmern aus 20 Ländern Teilnehmern eine der größten ihrer Art in Europa. Ausrichter sind Bitkom, die Technischen Universität Berlin und das Fraunhofer Focus Institut.

Bisherige Handhabung umständlich
Bislang dürfen Standards von internationalen Foren und Konsortien, wie dem weltweiten Berufsverband Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) oder dem World Wide Web Consortium (W3C), in öffentlichen Ausschreibungen nicht genannt werden. Nur Standards von offiziellen nationalen oder europäischen Normungsorganisationen, wie dem Deutschen Institut für Normung e.V. (DIN), können gefordert werden.

Neue Regelungen
An die Qualität der Standards für die ITK-Branche werden hohe Anforderungen gestellt. Daher ist ihr Entstehungsprozess besonders wichtig. Der Verordnungsentwurf orientiert sich dazu an den Prinzipien der Welthandelsorganisation (WTO) für internationale Standardisierung. Dies stellt unter anderem einen transparenten und fairen Umgang mit Patenten sicher. Seit 2006 wird an der Reform des Europäischen Standardisierungssystems gearbeitet. Zusammen mit den Verbänden BDI, DIN und DKE entwickelte der Bitkom eine gemeinsame Position, die auch von der Bundesregierung in Europa vertreten wird. Der aktuelle Verordnungsentwurf enthält viele der gemeinsam geforderten Eckpunkte. Der Verordnungsentwurf zur Europäischen Normung kann hier heruntergeladen werden.

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(Daniel Schürmann | Quelle: bitkom.org)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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