Beruf der Zukunft: Social Media Manager

12. Oktober 2011, 9:07 Uhr | Archiv

Das Internet führt zur Entstehung immer neuer Berufsbilder: Aktuell sind in der Wirtschaft insbesondere Social Media Managerinnen und Manger gefragt. Bereits jedes zehnte Unternehmen in Deutschland hat Mitarbeiter, die sich gezielt um die Aktivitäten im Web 2.0 kümmern, so eine repräsentative Umfrage des Bitkom

Quelle: www.dynamicbooks.com

Befragt wurden 1.500 Unternehmen aus unterschiedlichen Branche. Die Firmen reagieren auf den wichtigen Kommunikationskanal, indem sie neue Stellen für die Internet-Kommunikation schaffen. Social-Media- Spezialisten koordinieren, steuern und überwachen die Aktivitäten der Unternehmen in sozialen Online-Medien. Dazu gehören unter anderem Online-Netzwerke wie Facebook oder Xing, Informationsdienste wie Twitter oder Blogs und Video- und Foto-Communitys wie Youtube oder Flickr.

Social-Media-Spezialisten kommen bisher überwiegend bei großen Firmen zum Einsatz. Mehr als ein Viertel (28 Prozent) der befragten Unternehmen mit mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz haben bereits Mitarbeiter, die sich um die Kommunikation im Web 2.0 kümmern. Weitere 20 Prozent der Großunternehmen planen konkret die Schaffung einer entsprechenden Position in den kommenden sechs Monaten. Bei den mittelständischen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von einer Millionen Euro bis 50 Millionen Euro verfügen immerhin 17 Prozent über Social Media Manager, weitere 4 Prozent planen entsprechende Stellen. Unter den Kleinunternehmen haben erst 4 Prozent einen Social Media Experten. Vorreiter in den verschiedenen Branchen sind ITK-Unternehmen mit einem Anteil von 23 Prozent, dicht gefolgt vom produzierenden Gewerbe mit 21 Prozent. Noch sehr zurückhaltend ist das Baugewerbe, wo nur 3 Prozent der Firmen einen Social Media Spezialisten beschäftigen.

Auswahl und Einführung der Social-Media-Kanäle
Der Social Media Manager entwickelt Strategien, wie die Kanäle im Web 2.0 genutzt werden sollen. Wie die Strategie aussieht hängt davon ab, welche kommunikativen Ziele die Organisation verfolgt und welche finanziellen bzw. personellen Ressourcen dafür zur Verfügung stehen. Im Rahmen eines oder mehrerer Projekte werden die neuen Web-2.0-Tools, zum Beispiel Twitter-Kanäle, Facebook-Seiten oder Blogs, im Unternehmen eingeführt.

Betreuung der Social-Media-Kanäle
Im laufenden Betrieb schlüpft der Social Media Manager häufig in die Rolle eines Online-Redakteurs. Er spürt interessante Themen in der eigenen Organisation auf und überlegt, wie diese multimedial aufbereitet werden können. Das reicht bis zur Durchführung großer Kampagnen, die ausschließlich im Netz laufen. Zudem unterstützt er andere Mitarbeiter beim Einsatz sozialer Medien für ihre Arbeit. Dazu gehört zunächst die Ausarbeitung von Regeln für die Nutzung sozialer Medien, so genannter Social Media Guidelines.

Social Media Monitoring
Eine zentrale Aufgabe ist zu beobachten, was über das Unternehmen bzw. seine Produkte im Internet verbreitet wird. Unterstützung beim Social Media Monitoring liefern spezielle Programme, die der Social Media Manager auswählt und deren Ergebnisse er dann regelmäßig auswertet.

Was muss ein Social Media Manager mitbringen?
Social Media Managerinnen und Manager haben in der Regel ein Studium abgeschlossen. Neben Kommunikationswissenschaftlern bringen auch Betriebswirte mit Marketing- oder PR-Know-how sowie Sozial- oder Sprachwissenschaftler gute Voraussetzungen mit. Da das Berufsbild noch neu ist, gibt es aber noch keine klaren Vorgaben für die Ausbildung. Bewerber sollten eine starke Affinität zu sozialen Online-Medien haben und dort selbst aktiv sein. Wichtig ist ein ausgeprägtes technisches Verständnis. Social Media Experten müssen keine Programmierer sein, sollten aber über die aktuellen technischen Entwicklungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien gut informiert sein.

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(Daniel Schürmann | Quelle: bitkom.org)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

1 Kommentar

  1. Antworten

    Peter

    12. Oktober 2011

    Hier!!! Jemand Interesse an einem Medieninformatiker?! :)


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