Projektoren: Bildschirmlose Zukunft

19. Oktober 2011, 12:21 Uhr | Archiv

Das Team von Disney Research zeigt mit seiner neuesten Entwicklung, SideBySide, einen möglichen Weg in die bildschirmlose Zukunft auf. Intelligente Projektoren werfen Bilder an die Wand, die miteinander interagieren können. Die Bandbreite der potenziellen Nutzungsmöglichkeiten reicht von Spielen bis hin zum kollaborativen Arbeitseinsatz.

Box-Spiel: Spiel als Testanwendung für SideBySide (Foto: Disney Research)

Die Erfindung basiert auf einer vorhergehenden Entwicklung des Forscherteams. MotionBeam kombinierte einen Pico-Projektor mit einem Smartphones und erlaubte unter Mitnutzung dessen technischer Ausstattung – etwa den Beschleunigungssensor – ein neuartiges Spielerlebnis ohne Bildschirm.

Mit SideBySide geht man nun einen Schritt weiter. Hier kann der Projektor sowohl sichtbares als auch infrarotes Licht auf eine Oberfläche werfen. Die integrierte Kamera nutzt die unsichtbare Abbildung, um Position und Neigung der eigenen als auch anderer Projektionen erfassen zu können. Stehen die Abbildungen in einer bestimmten Position zueinander, so können sie interagieren.

Die Interaktion geschieht etwa durch das Abspielen einer anderen Animation, entweder automatisch oder durch Betätigung eines Knopfes. Der Projektor ist nicht mehr an ein Telefon gekoppelt, das jeweilige Programm kann durch das Auswechseln einer Cartridge geändert werden.

Testweise haben die Forscher bereits ein paar Spiele realisiert, vom Boxkampf bis zur King-Kong-Adaption. Doch auch im Anwendungsbereich lässt sich SideBySide sinnvoll einsetzen. So demonstrierte man etwa die Navigation durch ein Menü als auch das gemeinsame Drehen und Zoomen eines 3D-Modells. Neben der Position der Projektionen spielt dabei auch der Abstand des Projektors zur Wand eine Rolle.

Die Disney-Forscher wollen nun weitere Möglichkeiten der gemeinsamen Interaktion über ihr System erforschen, neue Anwendungen entwickeln und Studien durchführen. Sie träumen von einer Zukunft, in der „digitale Inhalte die Grenzen individueller Bildschirme überschreiten können und flüssige Interaktion zwischen Menschen, Geräten und der Umgebung möglich ist“. In einem YouTube-Video wird das ganze demonstriert:

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(Georg Pichler/Marco Schürmann | Quelle: pressetext.com)

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