Web-to-Print: Unitedprint gegen Vistaprint

19. Oktober 2011, 10:58 Uhr | Archiv

Die Internetdruckerei unitedprint.com SE erzielt mit seinem Tochterunternehmen print24 einen Erfolg gegen Vistaprint. Ausgangspunkt für das nunmehr vorliegende Urteil gegen Vistaprint ist ein bereits am 30. November 2010 vom Landgericht Dresden unter dem Aktenzeichen 3 O 949/10 erlassenes Urteil. Wir erklären Ihnen, worum es geht.

Bei dem Urteil 3 O 949/10 wurde festgestellt, dass Vistaprint mit Gratisprodukten warb, obwohl den Kunden tatsächlich Kosten in Rechnung gestellt wurden. Dieses Verhalten ist unlauter und folglich wettbewerbswidrig, so die Entscheidung. Vistaprint hat sich durch wahrheitswidrige Behauptungen einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Die dagegen eingelegte Berufung wurde mit dem Urteil des Oberlandesgerichts Dresden vom 14. Juni 2011 zurückgewiesen. Das Urteil ist damit rechtskräftig.

Offenlegung der Werbemaßnahmen
In dem nun am 30. September 2011 vom Landgericht Dresden unter dem Aktenzeichen 42 HK 0 35/11 geführten Verfahren wurde Vistaprint weiterhin verurteilt, print24 darüber Auskunft zu erteilen, in welchem Umfang die untersagten Werbemaßnahmen betrieben wurden. Vistaprint ist somit verpflichtet, print24 den Schaden zu ersetzen, der ab dem 11. Februar 2011 durch die wettbewerbswidrigen Handlungen von Vistaprint entstanden ist und künftig noch entstehen wird. Folglich muss Vistaprint gegenüber print24 die durch das unlautere Verhalten ausgelösten Bestellungen und den damit erzielten Umsatz sowie die tatsächlich durch die Bestellungen endstandenden Kosten offenlegen. Der Streitwert wurde auf 250.000 Euro festgesetzt.

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(Daniel Schürmann | Quelle: Unitedprint Pressemeldung)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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