Lytro: Lichtfeldkamera für Endkunden

25. Oktober 2011, 9:08 Uhr | Archiv

Mit der „Lytro“ bringt das gleichnamige Unternehmen die erste Kamera mit Lichtfeld-Technologie für den Endkundenmarkt. Das eigenwillig gestaltete Aufnahmegerät glänzt mit einer f/2-Blende, die schnelle Bildaufnahme ermöglicht. Die Erfassung des Lichtfelds ermöglicht die nachträgliche Fokussierung beliebiger Teile eines Bildes.

(Quelle: lytro.com)

Verzicht auf Blitz
Mit der ersten Kamera ihrer Art beschreitet Lytro einen ziemlich minimalistischen Weg. Die Elektronik ist verpackt in ein quaderförmiges Aluminiumgehäuse, das lediglich drei Bedienelemente aufweist: Einen An/Aus-Schalter, einen Auslöser und einen Schieber für den optischen 8x-Zoom. Alle anderen Funktionen werden mit einem 1.46-Zoll-Touchscreen angesteuert. Auf der Vorderseite prangt eine Linse, die über eine f/2-Blende Lichtinformationen über die komplette Bildweite aufnehmen kann, die der eingebaute Lichtfeldsensor verwertet.

Eine eigene „Lytro Light Field“-Engine kombiniert die gewonnenen Daten mit den geschossenen Fotos. Aufgrund der Lichtstärke des Geräts verzichtet Lytro komplett auf den Einbau eines Blitzes. Für die Stromversorgung sorgt ein eingebauter Lithium-Ionen-Akku. Die Kamera wiegt 214 Gramm.

Software erlaubt Upload und Sharing
Aufgenommene Bilder werden in einem eigenen LFP-Format gespeichert. Eine mitgelieferte Software fungiert als Bildbetrachter und Uploadwerkzeug. Geschossene Fotos können auf lytro.com hochgeladen, auf Social Networks geteilt und via Embed-Code überall eingebunden werden. Aufgrund der eingebetteten Lichtfelddaten ist es den Betrachtern möglich, beliebige Bereiche der Bilder zu fokussieren und zu zoomen. Zukünftig sollen sich aus den Schnappschüssen auch 3D-Bilder erzeugen lassen.

Das Tool gibt es aktuell nur in einer Version für MacOS, eine Windows-Version befindet sich jedoch in Arbeit und soll 2012 erscheinen. Die Fotos werden in HD-Qualität – eine Angabe der Auflösung in Megapixeln liegt nicht vor – auf dem internen Speicher der Lytro abgelegt. Das neuartige Aufnahmegerät kommt farblich in drei und technisch in zwei Ausführungen, die sich in der Größe der Speicherkapazität unterscheiden.

Auslieferung beginnt 2012
Für die Version mit acht Gigabyte an Speicher muss der interessierte Verbraucher knapp 400 Dollar (aktuell ca. 290 Euro) investierten, die Ausgabe mit der doppelten Kapazität kostet 100 Dollar mehr. Auf dieser sollen rund 750 Aufnahmen Platz finden. Die Lytro kann bereits bestellt werden, Anfang 2012 sollen die ersten Kameras ausgeliefert werden.

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(Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

1 Kommentar

  1. Antworten

    nilsarne

    25. Oktober 2011

    Das Konzept der Lichtfeldkamera ist echt genial und wird uns sicherlich in Zukunft weiter begleiten.
    Leider wird sie erstmal nur in die USA verschickt. Bleibt also abzuwarten bis man selber in Europa so ein tolles Spielzeug in die Hände bekommt.


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