Amazon: Verluste durch Kindle Fire

27. Oktober 2011, 8:27 Uhr | Archiv

Dass Amazon durch sein neues Tablet-Gerät Kindle Fire Verluste in Kauf nehmen muss, war von vornherein klar. Doch dass der Gewinn um ganze 73 Prozent zurückgeht, das hatte wohl niemand erwartet. Damit ist der Gewinn im dritten Quartal dieses Jahres auf 63 Millionen US-Dollar (14 Cent pro Aktie) geschrumpft. Der Umsatz ist jedoch gestiegen.

Amazons 'Kindle Fire' - (Quelle: engadget.com)

Obwohl der Gewinn um 73 Prozent eingebrochen ist, konnte Amazon den Umsatz um 44 Prozent auf 10,88 Milliarden US-Dollar steigern. Im Vorjahreszeitraum wurden lediglich 7,56 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Analysten gingen von einem Gewinn von 24 Cent pro Aktie und einem Umsatz von 10,9 Milliarden US-Dollar aus. Damit hat Amazon ein weiteres Mal die Prognosen der Analysten verpasst und musste 18 Prozent an der Aktie verlieren.

Amazons Kindle Fire wurde für einen Preis von nur 199 US-Dollar vorgestellt und soll ab dem 15. November 2011 in den USA ausgeliefert werden. Bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen erklärte Jeff Bezos, der Konzernchef: „Basierend auf den Vorbestellungen, die wir für den Kindle Fire erhalten haben, mussten wir einige Millionen mehr bestellen, als wir ohnehin geplant hatten.“

Für das vierte Quartal erwarten die Experten einen Umsatz von 18,15 Milliarden US-Dollar – Amazon selbst erwartet 16,45 bis 18,65 Milliarden US-Dollar. Auch bei den Gewinnen ist man bei Amazon auf einen Verlust von 200 bis 250 Millionen US-Dollar eingestellt.

Analysen von IHS Incorporated zufolge verliert Amazon mit jedem verkauften Kindle Fire 19 US-Dollar. Die Kosten will man jedoch über den Verkauf von Inhalten wie Musik, Bücher, Filme und Software wieder einholen. Auch die Ausgaben für Logistikzentren und die Investitionen in das digitale Geschäft verursachten in dem Quartal höhere Ausgaben und damit niedrigere Gewinne als Folge.

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(Marco Schürmann | Quelle: golem.de)

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