Deutsche Netzwerke in Bedrängnis

27. Oktober 2011, 9:11 Uhr | Archiv

In den vergangenen zwölf Monaten hat sich einiges in deutschen sozialen Netzwerken verändert. Das fand auch das Marktforschungsunternehmen Comscore heraus. Den Untersuchungen zufolge konnten US-amerikanische Plattformen deutlich an Nutzer zulegen, die deutschen Netzwerke mussten jedoch mit geringeren Besucherzahlen kämpfen.

Bildquelle: Pixelio // Fotograf: Sebastian Bernhard

Für die Untersuchung der Reichweite untersuchte Comscore die Nutzungsdaten von weltweit zwei Millionen Comscore-Panel-Teilnehmern mit Abrufzahlen von Partnerseiten. Demnach wurde Facebook im September dieses Jahres von 37,6 Millionen Deutschen (Unique Visitors) aufgerufen – 43 Prozent mehr als noch im Vorjahreszeitraum.

Die überwiegend bekannten und in letzter Zeit erneuerten VZ-Netzwerke, die lange Zeit Marktführer in Deutschland waren, mussten mehr als die Hälfte ihrer Reichweite einbüßen und kamen im September lediglich auf nur noch 8 Millionen deutsche Besucher. Auch Wer-kennt-wen.de musste als drittgrößtes deutsches Netzwerk Einbußen um 2,1 Millionen Besucher auf nur noch 5,2 Millionen Besucher im September dieses Jahres hinnehmen.

Was die deutschen Netzwerke an Besuchern verlieren, gewinnen die weltweit größten dazu. Neben Facebook konnte auch Twitter mit 3,4 Millionen Besuchern 22 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum erreichen. Auch das US-Karrierenetzwerk Linkedin konnte im Vergleich zum Vorjahr auf 1,9 Millionen Besucher wachsen, 48 Prozent mehr als im September des letzten Jahres. Grund dafür ist die Niederlassung in Deutschland seit dem Sommer.

Die Konkurrenz aus Deutschland „XING“ kann sich dagegen jedoch noch behaupten. So wurde das Karrierenetzwerk 4 Millionen Mal besucht. Google+ hat Comscore in seiner Untersuchung noch nicht berücksichtigt, Ende Juli gaben die Marktforscher jedoch 710.000 deutsche Besucher für den damals drei Wochen alten Dienst von Google an.

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(Marco Schürmann | Quelle: heise.de)

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Marco Schürmann

1 Kommentar

  1. Antworten

    Peter

    27. Oktober 2011

    Also VZ hat wirklich nachgelassen. Dort sind kaum noch User aus meinem Umfeld online und somit macht die Kommunikation schwer. Das neue Design ist auch nicht wirklich toll. Abgekupfert von Facebook möchte ich behaupten. Dazu stört mich der ständige Ladebalken, wenn man die Seite aufruft. Leider hat Facebook eben den nachteil mit dem Datenschutz, was mir persönlich nicht soooo gefällt.

    Was LinkedIn angeht? Finde ich Xing viel attraktiver. Zu einem vom preis, sollte man an einem Premiumaccount interessiert sein und zum anderen von der Usability. Da hat LinkedIn einiges zu verbessern. Da bringt in meinen Augen keine Niederlassung in Deutschland etwas. Xing ist besser.


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