Bill Gates kippte "Courier"-Projekt

2. November 2011, 10:57 Uhr | Archiv

Nachdem 2009 erste Informationen zum Courier-Tablet von Microsoft aufgetaucht sind und die Entwicklung des Projekt im Mai 2010 eingestellt wurde, ist es ruhig um das Notizbuchartige-Tablet geworden. Wie nun bekannt wurde, soll Bill Gates persönlich den Ausschlag für die Einstellung des Projekts gegeben haben.

Interessant war das Courier-Tablet, weil das Gerät wie ein Notizbuch gehalten wird, zwei Bildschirme besaß und eine Stiftbedienung mitbringt. Im Mai 2010 berichteten wir dann über die Einstellung des vielversprechenden Projekts. Den Ausschlag dazu soll Bill Gates gegeben haben, so ein neuer Bericht des Portals cnet.

Das Problem
Das Gerät wurde von einem Team um J Allard entwickelt und lief mit einer modifizierten Windows-Version, wogegen Windows-Entwicklungsleiter Steven Sinofsky allerdings etwas einzuwenden hatte. Microsofts-CEO Steve Ballmer sollte daraufhin eine Entscheidung treffen, fragte allerdings bei Microsoft-Begründer Bill Gates, wie er die Sache sehe. Gates gefiel das Tablet allerdings nicht, da es kein Computer-Ersatz war und auch keinen E-Mail-Client besaß. Außerdem soll Gates dem Tablet keine große Chancen bei der Erschaffung von Inhalt gegeben haben.

Die Entscheidung
Nur wenige Wochen später soll Microsoft das Projekt eingestellt haben. Die Verantwortlichen J Allard und Robbie Bach, Präsident der „Entertainment and Devices“-Abteilung, verließen daraufhin Microsoft. Microsoft-Sprecher Frank Shaw erklärte 2010 zur Courier-Einstellung, dass es immer wichtig sein, innovativen Möglichkeiten nachzugehen. Das Projekt werde sich in anderen Microsoft-Produkten wiederspiegeln.

Weitere Informationen zu dem nun wohl niemals erscheinenden Gerät (die Hoffnung stirbt zuletzt!) erhalten Sie natürlich hier auf Beyond-Print. Wir haben zudem einen ausführlichen Kommentar dazu verfasst. (Daniel Schürmann | Quelle: gizmodo.com, engadget.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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