nPa: Online kaum genutzt

3. November 2011, 12:03 Uhr | Archiv

Kaum einer nutzt die durch den neuen Personalausweis (nPa) möglichen Online-Funktionen. Von 52 Millionen bei der Deutschen Rentenversicherung angemeldeten Bürger nutzen nur 300 die Online-Identifikationsfunktion des elektronischen Personalausweises. Wird die Bundesregierung die Funktionen bald zur Pflicht machen?

Der elektronische Personalausweis (Quelle: BMI/Hans-Joachim M. Rickel)

Am ersten November des letzten Jahres wurde der neue elektronische Personalausweis eingeführt. Bisher sind knapp acht Millionen neue Ausweise erstellt worden – bis zum Ende des Jahres erwartet man zehn Millionen. Der nPa kann als elektronischer Identitätsnachweis dienen, doch wird diese Möglichkeit kaum genutzt.

Wolfgang Wieland von den Grünen erklärte: „Das angebliche große Plus des Ausweises – die elektronische Identifikationsfunktion – ist bis jetzt eine Nullnummer. Nur ein Drittel der Ausweisinhaber wollen diese Funktion – und das ist kein Wunder: Nur ein paar Bundesbehörden, Kommunalverwaltungen und zum Beispiel die Deutsche Rentenversicherung bieten überhaupt einen Service, für den man diese Funktion braucht. Die Zugriffszahlen sind erschütternd: Bei der Deutschen Rentenversicherung – Kundenzahl: 52 Millionen – haben sich gerade einmal gut 300 Personen für den Dienst angemeldet.“

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich äußerte sich ebenfalls dazu und sieht in der Versicherungsbranche den Vorreiter für die elektronische Identifikationsfunktion: „Sie hat bereits viele Anwendungsmöglichkeiten für den neuen Ausweis in ihren Services integriert“.

Wieland erklärte, dass viele Anbieter und Kunden die Online-Funktionen entweder nicht wollen, oder nicht brauchen: „Man kann nur hoffen, dass die Bundesregierung nun nicht zu Zwangsmitteln greift und die Nutzung der Onlinefunktionen des Ausweises in neuen E-Government-Initiativen zur Pflicht macht.“

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(Marco Schürmann | Quelle: golem.de)

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