Gestensteuerung in Zukunft als Standard

9. November 2011, 10:28 Uhr | Archiv

Die Software-Steuerung durch Gesten wird in naher Zukunft auch abseits der Videokonsolen zur Normalität werden. Analysten schätzen, dass sich der derzeit 200 Millionen Dollar schwere Markt für Hardware und Software zur Gestenerkennung nach dem Kinect-Prinzip bis 2015 verdreifachen wird, so das Fachmagazin „Technology Review“.

Quelle: www.dynamicbooks.com

Ein wichtiger Schritt dazu dürfte die fernbedienungslose Interaktion zwischen Endnutzer und Fernseher werden, glauben Experten. Den Startschuss für Gestensteuerung machte Nintendo 2006 mit seiner Wii, deren Konzept 2010 von Microsoft mit Kinect noch weiterentwickelt wurde. Gesten in der Luft ersetzten dabei Maus, Joystick, Gamepads, Keyboards und schließlich auch jegliches anderes Kontrollgerät. Videospiele bildeten jedoch nur die Vorhut, Fernseher werden schon bald mit Gesten gesteuert.

Der Bewegungssensor-Zulieferer Hillcrest Labs sieht bei LG die meisten Anstrengungen für Gestensteuerung im Wohnzimmer. Das System „Magic-Motion“, das die neuesten LG-Fernseher schon unterstützt, bietet ein Übergangsgerät zwischen Knöpfen und Gesten, wobei der Endanwender die Menüführung am Bildschirm durch die Bewegung der Fernbedienung im Wii-Stil bedient. Eine intuitive Lösung, die das Gerät wissen lässt, auf wen aus der Reihe mehrerer Zuseher es hören soll, fehlt noch: LG gibt demjenigen das Kommando, der an den Knöpfen sitzt.

Das Potenzial reicht aber weit über die Home-TV-Bedienung hinaus, wie bereits heute mehrere Beispiele zeigen. Disney und andere Unternehmen nutzen in ihrer Plakatwerbung 3D-Kameras von SoftKinetic, dank derer Passanten Videoclips ansehen und kleine Games spielen können. Das israelische Start-up EyeSight bringt die Gestenerkennung schließlich auf Smartphones und Tablets und lässt mit Apps für Kameras an der Frontseite unerwünschte Anrufe mit einer Handbewegung ablehnen. Vermutlich werden Autos das erste Einsatzgebiet sein.

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(Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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