HP: Neues zum WebOS-Verkauf

9. November 2011, 10:54 Uhr | Archiv

Die Investmentbank Merrill Lynch bereitet die Auktion des mobilen Betriebssystems webOS von HP vor. Unter Berufung auf vier informierte Personen berichtet die Nachrichtenagentur Reuters von fünf bekannten Namen der IT-Branche als Interessenten: Darunter Amazon, Research In Motion (RIM), IBM, Oracle und Intel.

HPs 'TouchPad' mit webOS - (Quelle: winfuture.de)

HP prüft derzeit die Einzelheiten eines Verkaufs. So könnte der Verkauf mehrere 100 Millionen US-Dollar einbringen – die Kosten des Betriebssystems, das HP im April 2010 von Palm gekauft hatte, betrugen 1,2 Milliarden US-Dollar. Da HP in der Zeit kaum in das mobile Betriebssystem investiert hatte, kann man bei einem weiteren Verkauf keinen hohen Preis erwarten. Investmentbanker der Bank of America Merrill Lynch beraten Hewlett Packard bei dem Vorhaben.

Léo Apotheker, damaliger Chef von HP, erklärte, dass man im vierten Quartal 2011 keine neue Hardware mit webOS als Betriebssystem entwickeln werde – das Aus für das Tablet- und Smartphone-Geschäft des Unternehmens. Ende Oktober erklärte Hewlett Packard weiterhin, dass der geplante Verkauf der PC-Sparte wieder rückgängig gemacht werde. Zu hohe Kosten seien hier der Grund gewesen. Wie es mit webOS weiter geht, dazu gab es bisher keine genaue Aussage.

Eine Sprecherin von HP-Deutschland erklärte am 28. Oktober dieses Jahres: „Bezüglich WebOS sind wir nach wie vor am Ausloten von Optionen für die Optimierung der WebOS-Software. Es ist also noch keine definitive Entscheidung gefallen.“ Meg Whitman, die neue Chefin des Unternehmens, erklärte weiterhin, dass die Entscheidung über die PC-Sparte kaum Einfluss auf die Entscheidung über webOS haben werde. In den nächsten Monaten soll ein Plan zu webOS entwickelt werden und dann anschließend ein Entschluss gefasst werden. Laut Whitman sei die Frage, „was wir mit der WebOS-Software machen und ob wir wieder mit WebOS-Geräten auf den Markt kommen“. „Es wäre natürlich nicht das gleiche Gerät, es wird die Version 2.0 sein.“

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(Marco Schürmann | Quelle: golem.de)

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