Farbkalibrierung als Open Source System

15. November 2011, 9:59 Uhr | Archiv

„Hughski Colorhug“ nennt sich eine kleine Hardware-Platine, mit der interessierte Anwender ein ICC-kompatibles Farbprofil für LC- und LED-Monitore erstellen können. Das Hardware-Layout sowie die Software stehe unter einer Open Source Lizenz im Internet bereit.

Colorhug Hardware (Quelle: www.hughski.com)

Der Entwickler Richard Hughes ist kein unbekannter auf dem Markt der Farbkalibrierung. So hat er zum Beispiel an der Entwicklung der Farbverwaltungssoftware für die Linux-Desktopumgebung Gnome mitgewirkt. Nun wartet der Hughes auf Vorbestellungen für die Hard- und Software. Wenn genügend Bestellungen eingehen, wird er die Produktion seines Hughski Colorhug in Auftrag geben und anschließend für rund 70 Euro verkaufen.

Funktionsweise
Das Hughski Colorhug besitzt einen Sensor mit neun Pixeln, je drei für das Rote, Grüne und Blaue Spektrum. Diese Sensoren werten die Farbinformationen auf dem Monitor aus und rechnen diese in den XYZ-Farbraum um. Diese XYZ-Werte nimmt sich die Colorhug-Software und errechnet daraus ein ICC-Farbprofil. Wer sich nun allerdings ebenfalls eine Kalibrierung für Röhrenmonitore oder Ausgabegeräte wie einen Drucker wünscht, wird enttäuscht. Colorhug funktioniert nur mit einem LC oder LED-Display.

Verfügbarkeit
Das Layout der Platine sowie sämtliche benötigte Komponenten gibt es wie die Software frei im Internet. Die passende Firmware für die Hardware gibt es ebenfalls unter einer Open Source Lizenz zum Download.

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(Daniel Schürmann | Quelle: golem.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

1 Kommentar

  1. Antworten

    Directmarketeer Steven Meier

    24. Januar 2012

    eine interessante sichtweise. vor allem nicht der übliche einheitsbrei, wie ich finde.


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