Online- und Offline-PR ergänzt sich

17. November 2011, 11:17 Uhr | Archiv

Die Public Relations dienen dazu, das eigene Image aufzubauen. Ziel ist es, Gutes über ein Unternehmen oder eine Person zu veröffentlichen, damit Meinungsbildner diese Einschätzungen weitertragen. So lässt sich Markenbildung betreiben. Wir zeigen, wie sich Online- und Offline-PR ergänzen können.

PR erzeugt im besten Fall Glaubwürdigkeit und Bekanntheit außerhalb des direkten Kunden- und des Bekanntenkreises. Die Folge guter PR ist die höhere Nachfrage durch Endkunden, das Interesse von Investoren und Geschäftspartnern. Mit PR lässt sich ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Wettbewerb auf glaubwürdige Art verbreiten.

Offline-PR: von der Pressekonferenz bis zum Radio-Interview
Offline-PR nutzt die Beziehungen zu Medienvertretern. PR-Verantwortliche agieren also im engen Austausch mit Pressevertretern agieren. Wege der PR-Arbeit sind hier Pressekonferenzen, die Ausschreibung von Wettbewerben und die Verteilung von Pressematerial wie Pressemappen, Broschüren und Kundenmagazinen an Printmedien, Fernseh- und Radiostationen. Interviews sind ebenso eine publicityträchtige PR-Maßnahme, um bekannter zu werden.

Offline-PR spricht vor allem Journalisten an. Online sind es auch die Endkunden und Verbraucher sowie mögliche Geschäftspartner, die erreichbar sind. Doch selbst Offline-Journalisten bewegen sich zunehmend im Web. Sie führen eigene Blogs oder veröffentlichen ihre Artikel in Online-Ausgaben von Tageszeitungen. So werden auch Endverbraucher und Geschäftsleute mit Botschaften erreicht. Die Demokratisierung im Web fördert die Online-PR macht sie zunehmend bedeutsamer. Über verschiedene Medien hinweg zu kommunizieren – das ist die Devise. Damit wird die Kontaktzahl mit Zielgruppen erhöht. Das Internet erlaubt zudem Erlebnisse zu stilisieren durch den Austausch mit Zielgruppen. Das Feedback in Gästebüchern und auf Foren hilft, das eigenen Angebot zu verbessern.

PR-Verantwortlich sollten einen engen Austausch mit Medienvertretern pflegen. Sie sollten wissen, welche Themenschwerpunkte wann in Publikationen erscheinen. So können passende Themen gut lanciert werden. Blogger sind dagegen nicht so leicht einzuschätzen wie Journalisten. Blogger veröffentlichen meist spontan und ohne lange Vorabplanung. Dennoch haben Blogger meist Themenschwerpunkte, über die sie generell schreiben. Auch hier lassen sich Kooperationen herstellen.

Online-PR – wertvolles Werkzeug der Suchmaschinenoptimierung
Online-PR verteilt Unternehmensinformationen wie Geschäftsberichte und Produktinformationen an Online-Redaktionen, spricht aber auch Menschen allgemein an, die sich im Internet aufhalten. Vor allem Webseiten sollen bekannt gemacht werden mithilfe von Online-PR. Eigene Presseportale helfen, Journalisten mit Informationen zu versorgen, ohne dass sie lange danach fragen müssen. Blogs, Foren und soziale Netzwerke bieten Chancen, sich online mit der Öffentlichkeit auszutauschen. Hier spielt im Gegensatz zur Offline-PR die Suchmaschinenoptimierung eine große Rolle. Damit Pressemitteilungen auf Webseiten und in Presseportalen über Suchmaschinen von Internetnutzern gefunden werden, sind sie auf spezifische Suchbegriffe hin zu optimieren. Gleiches gilt für Social Media Veröffentlichungen, die den Austausch mit Nutzern zulassen. Kommentare sind hier meist erwünscht. Hier besteht jedoch die Gefahr, dass negativer Kritik nicht professionell begegnet wird. Schnell kann sich dann eine Krisensituation aufbauen. Mit professioneller Krisen-PR hat ein Unternehmer oder Prominenter hier die richtigen Antworten

Kunden- und Fanbindung steigern
Blogs sind ein gutes Medium, um Online-PR zu betreiben. Der Blog kann als Teil der Webauftritts User mit interessanten Informationen zum eigenen Unternehmen und zur Person versorgen. Die Kundenbindung und Fanbindung steigt damit und auch Neukunden lassen sich mit Informationen leichter locken. Wertvolle Diskussionen werden angestoßen. So erhält das Unternehmen Einblicke in die Wünsche und Denkweisen der Zielgruppen. Das ermöglicht eine bessere Anpassung von Produkten und Services an die potenziellen Käufer.

Blogs sehen häufig RSS-Feeds als Abonnement vor. Leser können sich darüber automatisch informieren lassen, wenn ein neuer Post veröffentlicht wird. Artikel in Webverzeichnissen vermitteln online Informationen über ein Unternehmen und sichern zudem einen wertvollen Link für die eigene Webseite. Bei der Suchmaschinenoptimierung sind Links wertvolle Hilfsmittel. Je mehr eingehende Links eine Webseite verzeichnet, desto höhere gewichtet die Suchmaschine Google die Relevanz der jeweiligen Seite. Denn jeder Link gilt als eine Empfehlung. Die positive Einschätzung wird damit dokumentiert und die Wahrnehmung im Internet steigt.

Nutzer direkt erreichen mit Videos und sozialen Netzwerken
Videoplattformen sind beliebt, auch wenn hierauf vielfach Werbung zu sehen ist. Ein nicht werbliches Video ist eine gute Online-PR-Maßnahme. Wenn es gut gemacht ist, dann wird es zudem empfohlen und verbreitet sich viral im Internet. Die Bekanntheit des Unternehmens steigt und neue Kunden werden erreicht, was ein wichtiges Ziel der PR-Arbeit ist. Fanseiten auf Facebook oder MySpace helfen eigene Communities aufzubauen und Fans zu gewinnen, die Botschaften weitertragen. Grundlegend bei aller PR-Arbeit ist die lesergerechte Aufbereitung. Im Internet gilt das mehr als Offline. Denn langes Lesen am Bildschirm macht einfach keinen Spaß. Bilder reizen viel mehr zum Klicken.

Wenn durch die Online-PR der Zugang zu Meinungsbildnern gelingt, dann ist viel gewonnen. Meinungsbildner haben großen Einfluss auf die Denkweise von anderen Nutzern. Informationen gelangen so noch leichter an die spezifischen Zielgruppen. Sind die E-Mail-Daten gesammelt, erweisen sich Newsletter als gute Kommunikationsmittel, um Zielgruppen direkt zu erreichen. Und über Twitter als ein beliebter Online-Kanal lassen sich Botschaften sowohl an eine Person direkt als auch an eine breite Zielgruppe senden.

Der Mix macht’s bei der PR-Arbeit
Der richtige Mix zwischen Online- und Offline-PR macht’s, um gesteckte Ziele zu erreichen wie Imagebildung und Produkteinführung. Zunehmend suchen Interessenten online Informationen, bevor sie in einen Laden oder zu einem Serviceanbieter gehen. Die Corporate Identity bildet unterdessen die Grundlage bei allen Veröffentlichungen. Die Wiedererkennbarkeit ist wichtig, um das Image aufzubauen und in Erinnerung zu bleiben.

Über den Autor: ist Gründer und Geschäftsführer von Lingo24 . Folge Christian auf Twitter unter @l24de.

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(Gastbeitrag von Christian Arno)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

4 Kommentare

  1. Antworten

    Marek

    11. August 2016

    Ich bedanke mich für diesen Beitrag, mir hat er sehr weitergeholfen

  2. Antworten

    SeabergPR

    23. November 2011

    Nichts für ungut, aber hier wird ja werden ja wohl alle bekannten Begrifflichkeiten genommen, auf einen Haufen geworfen, geschüttelt und toll ist das Ganze. Im Detail sieht das alles diffiziler aus.

  3. Antworten

    Peter

    17. November 2011

    Toller Beitrag, jedoch hätte man noch einmal drüber lesen sollen. Hier sind doch einige Fehler, ob nun fehlende - doppelte - oder anderes, versteckt.

    • Antworten

      Bernd Zipper

      17. September 2016

      Jepp. In 2011 lief das alles noch nicht so glatt. Mitunter auch ein Grund warum ich keine Gastbeiträge mehr poste.


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