Warnung vor Überregulierung durch EU

17. November 2011, 11:36 Uhr | Archiv

Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) verwahrt sich gegen die von der EU-Kommission geforderten Berichterstattungspflichten über das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen. Das EU-Vorhaben widerspricht dem Grundsatz der Freiwilligkeit von CSR, so der Verband und läuft den Anstrengungen der Bundesregierung zum Bürokratiekostenabbau – gerade für kleinere und mittlere Unternehmen – zuwider.

Bildquelle: www.siggset.de

In der Mitteilung „Eine neue EU-Strategie (2011-14) für die soziale Verantwortung der Unternehmen“ (Corporate Social Responsibility, CSR) fordert die Kommission von Unternehmen Rechenschaft, in welcher Form diese für Sozial- und Umweltbelange eintreten. Gleichzeitig werden Regulierungsmaßnahmen und Meldepflichten angekündigt. Erzielte Fortschritte sollen überwacht werden können.

Mittelständische Unternehmen der deutschen Druckindustrie engagieren sich in vielfältiger Hinsicht in ihrer Region und zeigen soziale Verantwortung. Seit vielen Jahren engagieren sich Druckunternehmen für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Effizienter Umgang mit den Ressourcen und Energieeinsparung sowie eine klimaneutrale Druckproduktion gehören zu den Kernthemen der Branche. Allein 2011 wurden über die Klimainitiative der Druck- und Medienverbände 11000 Tonnen CO2 kompensiert und zertifizierte Klimaschutzprojekte unterstützt. Die Ausbildungsquote in der Druckindustrie ist bundesweit mit über neun Prozent spitze. Auch die hohe Spendenbereitschaft deutscher Unternehmen ist landläufig bekannt.

Den mittelständischen Unternehmen zu ihrem Ehrenamt und sozialem Engagement noch weitere bürokratische Pflichten aufzubürden, konterkariert deren außerordentlichen Bemühungen, so der bvdm. Der Nutzen dieser Berichte bleibe dabei mehr als fraglich.

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(Daniel Schürmann | Quelle: bvdm-online.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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