Business-Apps kaum genutzt

21. November 2011, 10:01 Uhr | Archiv

In den vergangenen zwei Jahren ist mit der App-Economy ein Markt entstanden, dessen Umsätze für das Jahr 2012 auf vier Mrd. Dollar geschätzt werden. Die Nutzung von Business-Apps mit Einbindung in Unternehmensanwendungen und Geschäftsprozesse befindet sich hingegen noch in den Kinderschuhen, wie der Münchner Kreis betont. Die gemeinnützige übernationale Vereinigung für Kommunikationsforschung hat nun gezeigt, dass kleine Softwareprogramme auch für mobile Geschäftsprozesse vieler Anwenderbranchen und damit für Deutschland als Industriestandort von entscheidender Bedeutung sein können.

(Quelle: itouch-magazine.eu)

Aktuell lässt sich eine große und rasant steigende Verbreitung mobiler Apps vor allem bei Konsumenten beobachten, sei es zur Unterhaltung, Kommunikation oder als Helfer für fast jede Lebenslage. Wurden nach einer Studie des Analystenhauses Gartner im Jahr 2010 schon acht Mrd. Apps geladen, so steht der eigentliche Boom noch bevor: Bis Ende 2014 sollen 185 Mrd. Downloads erfolgen. Neben vielen kostenfreien gibt es heute hunderttausende Bezahl-Apps, für die Nutzer durchschnittlich 3,50 Euro ausgeben.

Die Verbreitung von Apps, die in der Geschäftswelt eingesetzt werden, hinkt laut dem Münchner Kreis allerdings noch deutlich hinterher. Insbesondere Geschäftsvorgänge mit kurzer Interaktion, wie beispielsweise eine Reisegenehmigung oder geringfügige Änderungen in Dokumenten, wären mit ihrem Einsatz erheblich zu beschleunigen.

Seit Jahren existieren Insellösungen auf spezieller Hardware für Servicetechniker oder Paketboten. Aber die Verbreitung für andere – ebenfalls zunehmend mobile – Mitarbeiter in den Unternehmen lässt noch auf sich warten. Die Integration von Apps in die betrieblichen Kernsysteme mit Kunden-, Mitarbeiter- oder Produktionsdaten findet erst zögerlich statt. Dabei sind mobile Geschäftsprozesse, intelligente Software und Kommunikationselemente in Industrien wie Maschinenbau, Automobil oder Anlagenbau von immer größerer Bedeutung.

Gerade etablierte Unternehmen treffen ihre Investitionsentscheidungen meist auf der Basis eindeutiger Quantifizierungen von Marktpotenzial und Renditeabschätzungen. „Bei disruptiven Innovationen, wie denen der App-Economy, agieren sie oft zunächst sehr zurückhaltend, fast gelähmt“, bemerkt Arnold Picot, Vorstandsvorsitzender des Münchner Kreises. „Selbst die klassische Medienbranche ist mit ihren Investitionen in die App Economy so verhalten, dass ihr immer wieder von innovativen Start-Ups die Butter vom Brot genommen wird“, ergänzt Pictot.

So wundert es nicht, dass erfolgreiche, bereits existierende Business-Apps von unabhängigen – und meist kleinen – Softwarehäusern entwickelt werden. Die Anwendungen reichen hier von der Fahrtenbuch-Applikation über Word- und Excel-Editoren bis zur App zum Scannen von Dokumenten.

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(Dieter N. Unrath/Marco Schürmann | Quelle: pressetext.com)

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