Software erkennt Foto-Ästhetik

22. November 2011, 11:12 Uhr | Archiv

Mit einer neuen Software wollen es Forscher am Xerox Research Center Europe im französischen Grenoble möglich machen, Bilder einfach in Kategorien zu sortieren und die gestalterisch besten Bilder herauszufiltern. So sollen Aspekte wie Ausleuchtung, Bildausschnitt und Motivruhe bewertet werden, damit ohne langes Suchen die besten Bilder aus einer Fotoserie erfasst werden können.

So läuft die Software ab - (Quelle: Xerox)

Der Algorithmus der Software soll Nutzern helfen, die besten digitalen Aufnahmen aus großen Alben auszusuchen, so können zum Beispiel Bilder aus einem Familienurlaub durchsucht und schlechte Fotos von vornherein ausgegliedert werden. Durch die entsprechende Hardware könnte das System sogar direkt in Kameras eingebaut werden, sodass Nutzer direkt bei der Aufnahme der Fotos eine Vorauswahl treffen können, um Speicherplatz zu sparen.

Aude Oliva, Juniorprofessorin für Kognitionswissenschaften am MIT arbeitet am Bilderkennungsverfahren mit und meint: „Das System zeigt, dass man keinen Menschen mehr braucht, um Bilder auszuwählen, die als schön gelten. […] Man kann diesen Algorithmus laufenlassen und erhält gute Näherungswerte.“

Partnerfirmen von Xerox sollen die Software im nächsten Jahr in Form einer Beta-Version erhalten. „Dazu gehören Grafikdesignunternehmen, Fotobuchanbieter und Agenturen“, so Craig Saunders, der die Forschergruppe leitet. „Das sind alles Kunden, die große Bildmengen verarbeiten müssen.“

Das System von Xerox arbeitet dabei mit maschinellen Lernmethoden. Dabei wird die Qualität von Bildern über den Vergleich mit anderen ähnlichen Aufnahmen bestimmt, die im Internet öffentlich präsentiert und bewertet wurden. Neben Facebook wird beispielsweise auch der Bilderdienst Flickr dafür eingesetzt. Die daraus entstehenden Ähnlichkeitsmuster dienen dann dem System als Basis für die Erfassung der Daten.

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(Marco Schürmann | Quelle: heise.de)

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