Mobiles Diagnoselabor vorgestellt

1. Dezember 2011, 11:11 Uhr | Archiv

Hightech-Smartphones wie das iPhone sind in puncto Anwendungsmöglichkeiten ungemein vielseitig. Neben der herkömmlichen Nutzung von Telefonie, Internet und Multimedia werden sie seit Neuestem auch zunehmend für den medizinischen Einsatz interessant. Mit Hilfe eines iPhones entwickelten koreanische Computerwissenschaftler ein mobiles Diagnoselabor zur Krankheitsanalyse von Speichel, Blut oder Urin.

Das iPhone 4S mit Siri (Quelle: flickr.com, AshtonPal)

Ausgangspunkt für das technologische Entwicklungskonzept der findigen Forscher ist der Smartphone-Touchscreen. „Die kapazitive Sensibilität dieser Touchscreens ist viel höher als es für das Erfassen unserer Finger beim Spielen oder Tweet-schreiben notwendig ist. Da sie auch sehr kleine Druckveränderungen erkennen können, lassen sie sich auch als hochempfindliche Diagnoseplattform für bestimmte Biomarker von Krankheiten einsetzen“, skizzieren Hyun Gyu Park und Yeon Won vom Korea Advanced Institute for Science and Technology gegenüber dem New Scientist ihre Grundidee.

Praxis und Theorie
Um diesen interessanten theoretischen Ansatz in der Praxis zu erproben, haben die beiden Computerwissenschaftler im Labor drei Lösungen vorbereitet, die jeweils verschiedene Konzentrationen von Chlamydien-Bakterien enthalten und diese getrennt voneinander auf ein iPhone-großes Multitouch-Display getröpfelt. Dabei stellte sich heraus, dass die verbauten überempfindlichen Elektroden sogar noch in der Lage waren, unterschiedliche Konzentration im Bereich von lediglich zehn Mikrolitern – ein Mikroliter entspricht einem millionstel Liter – zu registrieren.

„Natürlich will aber niemand seine biologischen Proben direkt auf sein Handy auftragen“, meint Park. Deshalb bastelt der Forscher mit seinem Team bereits an einem speziellen bioempfindlichen Film, der sich bei Bedarf an Smartphone-Touchscreens anbringen lässt und mit den in den abgegebenen Blut-, Urin- oder Speichelproben Biomarkern reagiert. Dieser etwa USB-Stick-große sogenannte „Lab-on-a-Chip“ könnte billig produziert und nach der Verwendung einfach weggeworfen werden.

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(Daniel Schürmann | Quelle: www.pressetext.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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