manroland erhält Massekredit

2. Dezember 2011, 13:12 Uhr | Archiv

Für die insolvente manroland AG wurde durch den vorläufigen Insolvenzverwalter Werner Schneider die Vereinbarung über einen Massekredit erreicht. Der Massekredit hat ein Gesamtvolumen von 55 Mio. Euro. 10 Mio. Euro stehen dabei als Barkreditlinie zur Verfügung. Weitere 45 Mio. Euro sind ein sogenannter „unechter“ Massekredit.

(Quelle: www.ci-portal.de)

„Die Fortführung der Produktion und der Geschäftsbetrieb bei manroland sind damit gewährleistet“, so Wirtschaftsprüfer Werner Schneider. „Das Unternehmen kann mit Kunden und Lieferanten weiterarbeiten und wir schicken ein sehr positives Signal an den Markt.“ Schneider zeigte sich sehr erfreut, dass die Einigung über den Massekredit binnen weniger Tage erreicht werden konnte. „Schnelles Handeln war essentiell, denn Produktionsausfälle schädigen das Unternehmen und machen den angestrebten Verkaufsprozess schwieriger“, so Wirtschaftsprüfer Schneider.

Der Massekredit hat ein Gesamtvolumen von 55 Mio. Euro. 10 Mio. Euro stehen dabei als Barkreditlinie zur Verfügung. Weitere 45 Mio. Euro sind ein sogenannter „unechter“ Massekredit. Dabei geben Gläubigerbanken einen Teil der an sie abgetretenen Forderungen frei. Die Freigabe bringt dem Schuldnerunternehmen die benötigte Liquidität, ohne dass die Bank neue Kreditmittel zur Verfügung stellen muss.

Durch den Massekredit ist die Erfüllung von Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Lieferanten gesichert, die nach dem Insolvenzantrag Aufträge und Bestellungen der manroland AG erhalten. Offene Forderungen aus dem Zeitraum vor dem Insolvenzantrag sind sogenannte Insolvenzforderungen, die im eigentlichen Verfahren bearbeitet werden.

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(Daniel Schürmann | Quelle: manroland.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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