Taktiler Touchscreen für die Zukunft

5. Dezember 2011, 9:38 Uhr | Archiv

Schon seit längerem wird an taktilen Displays, Bildschirmen die das Gefühl verschiedener Texturen vermitteln können, gearbeitet, nun gibt es vom Unternehmen Senseg den ersten Prototypen eines Touchscreens. Mittels elektrostatischer Felder simuliert der Bildschirm punktgenau verschiedene Oberflächen und eröffnet damit eine Vielzahl möglicher Anwendungen.

Taktiler Touchscreen (Quelle: senseg.com)

Verbaut wurde die Technologie testweise in einen Tablet-PC. Die Präzise Erzeugung elektrostatischer Felder unterschiedlicher Konfiguration lässt den Benutzer auf komplett glatten und flachen Bildschirmen beispielsweise die raue Textur eines Steines oder die Körnigkeit von Sand fühlen.

Für die Umsetzung ist keinerlei mechanischer Bestandteil von Nöten. Das zuständige Modul muss lediglich an bestehende Hardware gekoppelt werden. Dies bietet einen enormen Kostenvorteil, da auf diese Weise herkömmliche Displays weiterverwendet werden können. Für die Einbindung auf Softwareseite stellt Senseg ein eigenes Development Kit zur Verfügung.

Testgeräte
Der Prototyp wurde CNET für einen Testlauf zugänglich gemacht, das Magazin berichtet von „einfach erkennbaren und unterscheidbaren Oberflächen“, von Sandpapier bis hin zu Verpackungsmaterial. Allein im Spielebereich bietet die Einbindung elektrostatisch erzeugter Texturen viel Potenzial. Demonstriert wurde etwa eine virtuelle Schatzsuche, bei der versteckte Goldtruhen nur durch das Ertasten ihrer Position gefunden werden können.

Da die Einbindung von Oberflächenhaptik auch zur besseren Orientierung auf einem Bedienfeld führt, bietet sich auch die Verwendung mit Endgeräten an, die etwa beim Autofahren benutzt werden. Der Fahrer könnte durch Menüs navigieren, ohne den Blick von der Straße abwenden zu müssen.

Implementierung in zukünftige Produkte
Senseg sucht nun nach Partnern im Hardware-Bereich, die ihre Erfindung in künftige Produkte implementierten wollen. Erste Gespräche laufen bereits, laut Firmenrepräsentant Dave Rice könnten die ersten Geräte mit Haptiksimulation noch 2012 erscheinen. Generell rechnet er mit einer Dauer von ein bis zwei Jahren, bis es soweit sein sollte.

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(Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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