Windows 8 könnte ein Flop werden

7. Dezember 2011, 9:38 Uhr | Archiv

Die IT-Forscher von IDC prognostizieren dem kommenden Microsoft-Betriebssystem Windows 8 einen schweren Stand auf PCs. Während sich Windows 7 mittlerweile erfolgreich etabliert hat, rechnet man damit, dass der Nachfolger auf Heimcomputern in der Irrelevanz versinken wird. Die größten Mankos sehen die Experten im User Interface und Kompatibilitätsproblemen.

(Quelle: pcmag.com)

Der Vizepräsident der Marktforschungsabteilung, Al Gillen, sieht für die Nutzer kaum Umstiegsgründe. „Welchen Vorteil habe ich von einem Umstieg auf Windows 8?“, fragt er, und ergänzt, dass aus dieser Sicht derzeit nur die Anbindung an den Windows Store das einzige relevante Pro-Argument darstellt. Zuwenig Anreiz für eine solche Investition an Geld und Zeit.

Die größten Probleme
Ein großes Manko attestiert die IDC-Studie dem User Interface, mit dem Microsoft sowohl Desktop- als auch Tabletnutzer gleichzeitig bedienen möchte. Man erwartet „kaum Update-Aktivität, wenn Windows 8 in dieser Form ausgeliefert wird“. Dass sich die Kombination aus klassischem Desktop und der Touch-Oberfläche „Metro“ negativ auf die Usererfahrung auswirkt.

Auch zu erwartende Kompatibilitätsprobleme, resultierend aus dem geänderten Design und neuen Sicherheits- und Hardware-Implementationsrichtlinien, sind demnach eine zu beachtende Hürde. Zudem kommt erschwerend hinzu, dass „Win7“ erst 2009 veröffentlicht wurde und sehr populär ist. „Nach all der Arbeit, die Unternehmen in die Bereitstellung von Windows 7 gesteckt haben, werden viele sich zweimal überlegen, ob sie auf Windows 8 umsteigen. Sie werden wohl eine Pause anstreben und auf das Upgrade aus Migrationsmüdigkeit verzichten.“

Bedeutung für Tablets ist gegeben
Etwas entspannter sieht man die Zukunft des neuen Windows auf Tablets, rät aber Microsoft, intensive Überzeugungsarbeit bei den Entwicklern zu leisten. Denn eine wichtige Voraussetzung für die Adoption ist eine möglichst große Basis an bekannter Software, die Nutzen aus den neuen Features des Systems, wie den interaktiven Kacheln, zieht. Nur dann, so Gillen, winkt dem neuen Betriebssystem zumindest im mobilen Bereich der Erfolg.

Unterdessen hat Microsoft anlässlich der Vorstellung des „Windows Stores“ (ähnlich dem App Store von Apple nur für Windows-Anwendungen) angekündigt, dass man im Februar eine Beta-Version seines neuen Betriebssystems kostenlos zum Download anbieten wird.

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Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.com, winfuture.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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