KBA zeigt Interesse an Manroland

12. Dezember 2011, 9:51 Uhr | Archiv

König & Bauer (KBA) hat laut einem neuen Medienbericht Interesse an einer (Teil-)übernahme von Manroland gezeigt. Vorstandschef Claus Bolza-Schünemann habe man gegenüber dem Manroland-Insolvenzverwalter Interesse bekundet. Verhandlungen sollen allerdings noch nicht laufen.

(Quelle: www.ci-portal.de)

Ob es zu einer Übernahme kommt und womöglich nur ein Teil, der Rollendruckbereich von Manroland, übernommen wird, steht daher also noch lange nicht fest. Erst vor zwei Wochen hat Manroland erklärt, man sei insolvent. Der Insolvenzverwalter erwägt seitdem eine Aufteilung des Konzerns oder einen Komplettverkauf.

Laut Meinung vieler Experten ist ein Zusammenschluss auf dem Druckmaschinenmarkt zwingend notwendig, da Heidelberger Druckmaschinen und KBA die Aufträge von Manroland abdecken könnten. Die Überkapazitäten sollen sehr hoch sein.

Für einen Kauf könnte sprechen, dass das kommende Jahr Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis für KBA bringen soll, so das Management. Durch Sparmaßnahmen und zuletzt gute Geschäfte gehe man mit sehr gut gefüllten Büchern ins nächste Jahr. Zudem peile man ein moderates Wachstum an.

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(Daniel Schürmann | Quelle: handelsblatt.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

5 Kommentare

  1. Antworten

    Aquaksos

    12. Januar 2012

    Im Gegensatz zu den Heidelberg und MANroland führt KBA mit einem über 50%igen Familienanteil die Firma.
    DAS ist der Unterschied.

  2. Antworten

    undtschüss

    13. Dezember 2011

    Wer da glaubt, dass es manroland nach einer Übernahme durch Kba noch geben wird träumt. Teile aufkaufen, Auswaiden und ab in den Müll.
    Die haben, genau wie Heidelberg, einen Riesenbammel davor, dass Shanghai elektric den Laden übernimmt. Dann wird plötzlich in China produziert, zu den marktüblichen Preisen und für die beiden Firmen ist China dicht.
    Für die Mitarbeiter von manroland gibt es nur einen Weg: radikaler Personalabbau,speziell im Management (zu viele Hierachieebenen), dann back to the roots. Die können Maschinen bauen. Und dann in den Markt für Wertpapier bzw. Billigmaschinen einsteigen(nicht in Deutschland produziert aber entwickelt)

  3. Antworten

    Manni

    13. Dezember 2011

    KBA hat jahrelang finanzielle Hilfe vom Staat bekommen, bis hin zu Sonderkonditionen bei der Steuer. Nur so konnte sich KBA am Markt behaupten und groß werden.Manroland hat seinen technischen Vorsprung nicht richtigt genutzt.Jetzt ist es leider zu spät.Schade für eine gute Druckmaschine

  4. Antworten

    D.F.Bahr

    12. Dezember 2011

    Denen kann eigentlich nichts besseres passieren. Aus 0:2 kann man eben kein 1:1machen. Das Management von KBA funktioniert jetzt wieder einigermassen, wenn Hansen weg ist. Zumindest menschlicher. Druckmaschinen kann man nur in einer Druckmaschinenfabrik bauen. Und man muss den Willen dazu haben.

  5. Antworten

    Rosinchen

    12. Dezember 2011

    Die Rosinenpicker sind dran. Schade das ein so traditionsreiches Unternehmen wie Roland jetzt vielleicht zerlegt wird. Planeta hat damals auch schon gut geschmeckt. Also guten Appetit , KBA.


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