Probleme für personalisierte Zeitung

13. Dezember 2011, 10:40 Uhr | Archiv

Die Schweizer Post hat Ende November ein Pilotprojekt gestartet. Interessenten aus Deutschschweizer Städten können sich ihre persönliche Zeitung zusammenstellen und diese entweder Online oder in gedruckter Form konsumieren. Die Online-Version kann sogar weltweit gebucht werden. In der Medienbranche stößt das neue Produkt bisher auf wenig Gegenliebe.

(Quelle: Pixelio // Fotograf: Rainer Sturm)

Problem seien der hohe Preis und die begrenzte Quellenauswahl. Auch bei der Post hat man mäßige Erwartungen. Das Projekt soll vorerst ein Jahr lang laufen. „Wir sehen MyNewspaper als einen Markttest. Da wir noch keine großen Investitionen tätigen wollen, peilen wir genau die Größenordnung an, die man braucht, um belastbare Daten zu erhalten. Bei vielen Verlagen gibt es Interesse an einer Zusammenarbeit“, sagt Oliver Flüeler, Mediensprecher der Post.

Funktionsweise der Zeitung
Mit dem Angebot der Post können sich Kunden aus den Inhalten verschiedener Zeitrungen ihr persönliches Nachrichtenangebot zusammenstellen. Bislang umfasst der Katalog, aus dem Artikel ausgesucht werden können, allerdings hauptsächlich Regionalzeitungen. Viele Verlage zögern noch, ihre Inhalte zur Verfügung zu stellen. Die NZZ beispielsweise lehnt eine Weitergabe ihrer Texte ab, da sie ihre Marke nicht schwächen will.

Teure Abos
Zwischen 720 und 1.320 Schweizer Franken (582 bis 1.067 Euro) kostet ein Jahresabonnement der gedruckten Version, je nach Umfang. Die elektronische Version kostet etwa ein Drittel davon. Zudem gibt es bei der Zustellung der gedruckten Zeitung Defizite: Das personalisierte Blatt wird mit der normalen Post ausgeliefert, landet also später beim Leser als andere Zeitungen.

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(Daniel Schürmann/Markus Keßler | Quelle: www.pressetext.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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