Jugendliche surfen anders

14. Dezember 2011, 11:02 Uhr | Archiv

Jugendliche sind eine interessante, aber auch anspruchsvolle Zielgruppe. Finden Sie auf einer Website nicht sofort die gewünschte Information, so wechseln sie schneller das Angebot als ältere Nutzer. Zudem sind die Erwartungen der Jugendlichen höher, was Austauschmöglichkeiten mit anderen Nutzern und Videos angeht.

(Quelle: twoqubes.com)

Auch die Auswahl der besuchten Seiten unterscheidet sich. Diverse Seiten, über die man sich mit anderen austauschen kann, wie soziale Netze, Chat- und E-Maildienste sowie Youtube sind die absoluten Favoriten der Digital Natives zwischen zwölf und 25, während sich die 35-45jährige Vergleichsgruppe neben Facebook vor allem für Shoppingseiten wie eBay oder Amazon interessiert. Im Schnitt besuchen die Jugendlichen zudem eine größere Anzahl von Seiten regelmäßig, haben also ein größeres Surfspektrum als die Vergleichsgruppe.

Gemeinsam bei beiden Gruppen ist, dass Facebook am häufigsten als Favoritenseite genannt wird. Aber schon die Art der Nutzung dieses und anderer sozialer Netze unterscheidet sich wieder: Bei den Jüngeren steht die direkte Kommunikation untereinander an erster Stelle, sei es über Nachrichten, Chatfunktion oder Pinnwandeinträge. Bei den Älteren dagegen geht es mehr um das Mitlesen und „auf dem Laufenden bleiben“.

Dass die jüngere Gruppe neben einem intensiveren Austausch zugleich im Schnitt mehr „Freunde“ in den sozialen Netzen hat führt dazu, dass sich Informationen unter ihnen viel schneller verbreiten. Das birgt für alle Anbieter Chancen, aber auch Risiken, so Johanna Möller, Mitarbeiterin der eResult GmbH. Kommt eine neue Seite, eine Funktion, eine Kampagne oder ein Produkt in der Zielgruppe der Digital Natives gut an, so kann sich diese Nachricht sehr schnell verbreiten und damit eine gute Werbewirkung erzielt werden. Das Gleiche gilt jedoch auch umgekehrt. Ist ein Digital Native unzufrieden mit einem Shop oder einem Produkt macht auch das schnell die Runde und kann einen enormen Imageschaden bewirken. Schon deshalb ist Vorbeugung durch steten Austausch und nutzerzentrierte Entwicklung so wichtig.

Die Ergebnisse stammen aus einer Befragung über ein Online-Access-Panel vom Juli 2011. Ausgewertet wurden die Antworten von 223 Teilnehmern zwischen zwölf und 25 sowie von 267 Teilnehmern zwischen 35 und 45 Jahren.

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(Marco Schürmann | Quelle: pressebox.de via eResult)

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