AR-Brille erzeugt HD-Display

16. Dezember 2011, 11:00 Uhr | Archiv

Das israelische Unternehmen Lumus hat den Prototypen einer Augmented-Reality-Brille entwickelt, der zur Anzeige von Inhalten auf ein eigenes Mini-Display verzichtet. Das Konzept entfernt die Elektronik vor den Augen und macht die Sehhilfe auch völlig normal nutzbar. Auch ein iPhone-Adapter existiert bereits.

Konzept: Displayloses AR-Konzept ermöglicht Durchsicht (Foto: Lumus)

Bisherige Brillen mit AR-Elementen greifen auf kleine Bildschirme zurück, die ins Sichtfeld eingebettet werden und damit potenziell störend wirken. Dies umgeht Lumus mit dem eigenen See-Through-Konzept.

Man bedient sich einer in die Seitenteile eingebetteten Lichtpumpe, die das Bild über Glasfaserleitungen auf die Linse projiziert. Über diesen Ansatz verliert das Gadget an Klobigkeit und kann so gestaltet werden, dass es äußerlich ähnlich aussieht wie eine herkömmliche Sehhilfe und auch bei laufender Wiedergabe kein Unterschied erkennbar ist.

„Stellen Sie sich vor, sie sitzen in einem Meeting und wollen ihre E-Mails lesen“, sagt Ari Grobman, Business Development Manager von Lumus. „Sie könnten einfach eine Taste auf ihrem Handy drücken, und hätten die Nachrichten vor Augen, ohne dass es jemand bemerken würde.“

Die von der Brille erzeugte Darstellung entspricht einem Bildschirm mit einer Diagonale von 82 Zoll, der rund drei Meter entfernt aufgestellt wird. Er löst mit 1280×720 Bildpunkten auf, was der Spezifikation „HD-ready“ entspricht. Eine Full-HD-Variante ist bereits in Arbeit, auch ein Adapter zur Verbindung mit einem iPhone wurde bereits zu Testzwecken gebaut. Werden die Lichtpumpen abgestellt, hat der Träger des Hightech-Gadgets wieder freie Sicht durch klare Gläser.

Als Endkundenprodukt wird die Technologie vorerst nicht zu haben sein, da eine Vermarktung über den OEM-Bereich angestrebt wird. Der Prototyp soll auf der Elektronik- und Handelsmesse CES präsentiert werden, die von 10. bis 12. Januar 2012 in Las Vegas über die Bühne gehen wird. Ein anderes Konzept, das Skibrillen mit Augmented-Reality-Features aufrüstet, hat es bereits in den Handel geschafft. „Recon MOD“ integriert ein kleines Display auf das Gehäuse, erfasst verschiedene Messdaten und Statistiken über diverse Sensoren und lässt sich mit einem Android-Smartphone verbinden.

Wer die Brillen im Einsatz sehen möchte, für den steht ein YouTube-Video bereit:

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(Georg Pichler/Marco Schürmann | Quelle: pressetext.com)

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