Googles neue Suche erntet Kritik

12. Januar 2012, 11:08 Uhr | Archiv

Google erweitert seine Suchmaschine um ein Feature, das sich „Suche plus deine Welt“ nennt. Damit sollen Einträge aus dem eigenen sozialen Netzwerk Google+ in die Suchergebnisse mit einbezogen werden. Twitter sieht sich benachteiligt und übt Kritik.

(Quelle: Google+)

Es sei „ein schlechter Tag fürs Internet“, so Alex Macgillivray, Twitter-Justiziar und ehemaliger Google-Mitarbeiter, zur angekündigten Integration des sozialen Netzwerkes Google+ in die Suchmaschine des Konzerns. Twitter erklärte in einer ausführlicheren Stellungnahme zu der Ankündigung, dass Google dadurch in Zukunft keine neutralen Suchergebnisse mehr liefern würde.

Seit Jahren würden sich die Nutzer darauf verlassen, dass Google die relevantesten Ergebnisse objektiv liefert. Twitter selbst sieht sich dabei als wichtigste Quelle für aktuelle Neuigkeiten – auf der Plattform, so sagt man selbst, würden die Ereignisse zuerst das Internet erreichen. Googles Integration des eigenen sozialen Netzwerks in die Suchmaschine würde die Suche nach eben solchen Informationen schwerer gestalten, behauptet Twitter.

Google selbst hat kein Verständnis für die Kritik: „Wir sind etwas überrascht über Twitters Kommentare zu ‚Suche plus deine Welt‘, denn Twitter hat sich im vergangenen Sommer entschieden, unsere Vereinbarung nicht zu verlängern, und seitdem halten wir uns an seine Instruktionen hinsichtlich rel=nofollow.“ Man gibt Twitter also selbst die Schuld.

Die „Echtzeitsuche“ wurde von Google im Juli 2011 eingestellt – als Grund nannte man, dass man nach Auslauf des Vertrags mit Twitter keinen Zugriff mehr auf die relevanten Daten habe. Matt Cutts von Google erklärt, dass bei der sozialen Suche nicht nur Inhalte aus Google+, sondern auch jene aus anderen sozialen Diensten wie Quora, Friendsfeed, WordPress, Livejournal und auch Twitter bezogen werden. Google-Chef Eric Schmidt sieht Gespräche mit Twitter und Facebook als sinnvoll an – auch wenn ein großer Teil der Inhalte auf Facebook für Google nicht erreichbar sei.

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(Marco Schürmann | Quelle: golem.de)

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