Kritik an neuem US-Internetgesetz

17. Januar 2012, 10:35 Uhr | Archiv

Das Weiße Haus hat sich öffentlich kritisch zu zwei Gesetzesvorschläge geäußert, die künftig den Umgang mit Internetpiraterie regeln sollen, berichtet die New York Times. Für Gegenwehr sorgt vor allem der Vorschlag, dass Internetprovider den Zugang zu Webseiten mit illegalen Inhalten sperren sollen.

Quelle: Pixelio // Fotograf: Oleg Rosental

„Online-Piraterie ist ein Problem, dass die amerikanische Wirtschaft und Arbeitsplätze für den Mittelstand gefährdert und einigen der kreativsten und innovativsten Unternehmen des Landes schadet“, so eine Aussendung des Weißen Hauses.

Die Obama-Administration positioniert sich klar: „Wir werden kein Gesetz unterstützen, dass die Meinungsfreiheit beschränkt, das Risiko für Internetsicherheit erhöht oder das dynamisch, innovative weltweite Internet unterdrückt.“ Der Vorschlag sieht vor, Suchmaschinen wie Google oder Yahoo vorzuschreiben, keine Nutzer auf Seiten mit illegalen Inhalten zu verlinken. Gleichzeitig würden Online-Bezahlunternehmen wie PayPal gezwungen, Transaktionen mit derartigen Firmen zu unterbinden. Gleichzeitig soll die rechtliche Handhabe von Privaten wie Firmen, gegen solche Angebote vorzugehen, gestärkt werden. Gegner fürchten Zensur und eine Bremse für die Innovationskraft des Netzes.

Zwar hatte die US-Regierung nach einer Neuregelung des Sektors verlangt, gleichzeitig wolle man aber freiwillige Maßnahmen berücksichtigen, die Internetpiraterie zurückdrängen. Im Kongress werden die Vorschläge im Moment diskutiert, ob es eine Einigung geben wird, ist eher fraglich. Der Streit um eine neue Regelung hat in den vergangenen Monaten zunehmend zu einem Konflikt zwischen Hollywood und Silicon Valley – den Filmstudios und den Internetunternehmen – geführt.

Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren.

(Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

0 Kommentare


Was meinen Sie zu diesem Thema?

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Schreibe einen Kommentar

* Pflichtangaben; Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
 

Copyright

Copyright 2015 Bernd Zipper, zipcon consulting GmbH

Archiv