Zeitung: Ein Infomedium für Jobsuchende

19. Januar 2012, 10:31 Uhr | Archiv

Wer einen neuen Arbeitsplatz sucht, nutzt dafür intensiv die Zeitungen. Das zeigt eine Befragung der Zeitungs Marketing Gesell-schaft (ZMG). Demnach durchforsten 93 Prozent der Jobsuchenden die Stellenmärkte der Zeitungen – gedruckt wie digital. Für 84 Prozent sind die Zeitungen in ihren gedruckten und digitalen Erscheinungsformen eine wichtige Infoquelle zum Stellenmarkt, für annähernd jeden Dritten sogar die wichtigste.

Die Zeitungen rangieren damit vor allen anderen Infoquellen wie Jobbörsen, Firmen-Homepages oder Arbeitsagenturen. Die Zeitungen partizipierten davon, dass die meisten Arbeitssuchenden in der Region blieben und offene Stelle zumeist innerhalb des Verbreitungsgebietes „ihrer“ Zeitung suchten. Auch für Unternehmen lohne sich die Zeitungsanzeige bei der Suche nach neuem Personal. In Print könnten Firmen öffentlich ein positives Image aufbauen und sich als attraktiver Arbeitgeber in einem seriösen sowie glaub-würdigen Umfeld präsentieren. „Mit einer Print-Stellenanzeige interessieren die Unternehmen neben erstklassigen Bewerbern aus ihrem Wettbewerbsumfeld auch ihre eigenen Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner. Eine Anzeige ist ein absolutes Top-Kommunikations-mittel“, so Markus Ruppe, Geschäftsführer der ZMG.

Das werde gern genutzt – im vergangenen Jahr hätten die Print-Stellenmärkte der Zeitungen über 18 Prozent Zuwachs verbucht. Immer mehr an Bedeutung gewinnen bei der Arbeitsplatzsuche aber auch die Online-Jobbörsen der Verlage. 70 Prozent der Arbeitssuchenden – 18 Prozent mehr als bei der ZMG-Stellenmarkt-Umfrage 2008 – nutzen die digitalen Rubrikenmärkte von Zeitungen für ihre Jobsuche. Der Online-Rubrikenmarkt ist damit deutlich auf Wachstumskurs.

Online-Rubrikenmärkte im Aufwind
Die Auswertung zeigt, wieviel Wachstumspotenzial noch immer in den Rubrikenmärkten der Zeitungen steckt. Ein Thema, mit dem sich auch die Verlagsberaterin Katja Riefler in ihrem Aufsatz für das aktuelle BDZV-Jahrbuch „Zeitungen 2011/12“ auseinandersetzt. Darin analysiert sie unter anderem die Expansionskonzepte des norwegischen Medien-hauses Schibsted, der Friday Media Group aus Großbritannien und Strategien von anderen Unternehmen wie eBay. Rieflers Credo: Vor allem mit Internet-Rubrikenmärkten lässt sich Geld verdienen. Dies gelte zwar in erster Linie für die Marktführer, aber auch in der zweiten Reihe könnten sich innovative Ideen und neue Ansätze durchsetzen. So unterhält die Friday Media Group beispielsweise unter www.natives.co.uk eine Website für Briten, die einen Skilehrer-Job in den Alpen oder anderswo auf der Welt suchen. 300 verfügbare Angebote reichten aus, um das Interesse der Nutzer wachzuhalten.

Mehr zu diesem vielen weiteren Themen finden Sie im Jahrbuch des BDZV, das bei der ZV zum Preis von 24 Euro bestellt werden kann. Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren.

(Daniel Schürmann | Quelle: bdzv.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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