E-Inhalte mit iBooks Author erstellen

20. Januar 2012, 10:18 Uhr | Archiv

iBooks Author ist das von Apple angekündigte Autoren-Tool zum Erstellen von digitalen Büchern. Es steht kostenlos im MacApp Store zur Verfügung. Damit lassen sich auf einfachste Weise interaktive, mit multimedialen Inhalten angereicherte Bücher und Magazine erstellen. Aber Apple untersagt den Verkauf erstellter iBooks über andere Plattformen als den eigenen iBook Store.

iBooks Author (Quelle: apple.com)

Die Software setzt mindestens Mac OS X 10.7 voraus und kann daher nur auf Rechnern mit dem neuesten Apple Betriebssystem installiert werden. Optisch lehnt sich die einfach zu verwendende Software an Apples Textverarbeitung Pages an, zudem gibt es zahlreiche Vorlagen die Neulingen sehr an die Hand gehen.

Inhalte im iBook
Texte und Grafiken lassen sich über Rahmen hinzufügen und Widgets bieten Unterstützung für Interaktives, wie 3D-Objekte, Quiz und Videos sowie Audio-Inhalte. Aber auch Keynote- und HTML5-Inhalte lassen sich auf diese Weise einfach in ein iBook einbinden. Da das iPad wie alle Tablets im Hoch- und Querformat gehalten werden kann, bietet iBooks Author natürlich auch die Möglichkeit, Inhalte separat für diese Ansichten aufzubauen. Geänderte oder hinzugefügte Inhalte für die Hoch- und Querversion werden dabei automatisch synchronisiert.

Wer sich vor Erstellen des iBooks ansehen will, wie dieses auf einem iPad aussieht, nutzt dazu das Apple Tablet mit installierter iBooks App im Vorschau-Modus. iBooks Author ermöglicht allerdings auch die Inhalte als PDF oder reinen Text zu exportieren.

Restriktionen von Apple
Einen Haken allerdings gibt es bei der durchaus intuitiven Software: Sie ist zwar kostenlos, doch will man sein Werk exportieren, untersagt es Apple in seinen Nutzungsbedingungen, die Bücher über einen anderen Dienst zu verkaufen als den Apple eigenen iBook Store. Im Internet gibt es daher schon zahlreiche Webseiten, die sich mit diesem Problem beschäftigen, denn bei der Installation der Software muss man diesen Bedingungen nicht zustimmen.

Erst in der Software selber wird es ersichtlich, welche Restriktionen Apple dem Autor auferlegt. Ob dies rein rechtlich korrekt ist, dürfte sich zeigen. Denn Apple springt hier plötzlich in die Rolle eines Verlegers ohne schriftliche Verträge mit den Autoren zu haben wie andere Verlage.

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(Daniel Schürmann)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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