Druckereien schließen sich zusammen

25. Januar 2012, 15:03 Uhr | Archiv

54 Kärntner Druckereien starten die gemeinsame Initiative Druckland Kärnten, um die Wertschöpfung im Land zu halten. Denn Preisverfall, Kostensprünge, ausländische Konkurrenz und hohe Investitionskosten sind der Grund für den Druck in der Druckbranche. Gemeinsam versuchen die Druckereien nun stark zu sein.

Bildquelle: www.siggset.de

Das erklärte Armin Kreiner, Fachgruppenobmann der Drucker, mache den überregional stark umkämpften Markt aus. Viel zu viele Insolvenzen, viel zu viele negative Schlagzeilen habe es in en vergangenen Jahren gegeben, zu viele Betriebe seien vom Markt verschwunden, die technologische Entwicklung habe aus der traditionsbewussten Branche einen Spielball der globalen Wirtschaft gemacht. Nun will Kreiner mit der Initiative „Druckland Kärnten“ Marktanteile für die Kärntner Druckereibetriebe zurückerobern und das Ansehen sowie die Wertschöpfung der „schwarzen Kunst“ heben.

Branche unter Druck
Mit der Qualitätsmarke und dem Logo „Druckland Kärnten“ ist ab sofort auf allen Drucksorten für jedermann innovative Dienstleistung mit Kärntner Charakter ersichtlich. Kreiner: „Damit wollen wir es Auftraggebern erleichtern, regionale Lieferanten für die Herstellung von Druckerzeugnissen zu berücksichtigen und damit die Wertschöpfung in Kärnten halten. Unser Ziel darüber hinaus ist es, Kärntner Druckereibetriebe am Leben zu halten, Arbeitsplätze weiterhin zu sichern und Großpleiten wie in jüngster Vergangenheit abzuwenden.“ Immerhin hat die Branche in den vergangenen zehn Jahren ein Drittel der Mitarbeiter und ein Fünftel der Betriebe verloren; allein den vergangenen zwei Jahren mussten sieben Kärntner Druckereien aufgeben, rund 20 produzierende Offset-Druckereien sind noch übrig.

Lasst den Wohlstand im Land
Freundlich im Ton, aber hart in der Sache ist die Kritik Kreiners an der Vergabe von Druckaufträgen der öffentlichen Hand in andere Bundesländer oder gar ins Ausland. Beispiele dafür sind beispielsweise der Druck der Landeszeitung bei der niederösterreichischen, mittlerweile in die Pleite gerutschten Druckerei Goldmann oder die Produktion eines Stadtkalenders in Stuttgart

Technisch und fachlich sind die Kärntner Druckereibetriebe für Aufträge aller Art bestens gerüstet und bieten mittlerweile ein Allround-Service von der Druckvorstufe über Digitaldruck, Siebdruck, Offset, Druckveredelung bis zur Endfertigung hin zum Sortieren, Verpacken und Verteilen, selbstverständlich „all inclusive“ mit Adressieren, Kuvertieren oder Versandfertigen.

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(Daniel Schürmann | Quelle: drucklandkaernten.at)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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