Digitalisierungsoffensive des Bundestag

30. Januar 2012, 10:29 Uhr | Archiv

Nachdem man Stimmen bei der schwarz-gelben Koalition gesammelt hatte, hat der Bundestag am vergangenen Donnerstag einen Antrag verabschiedet, der eine „Digitalisierungsoffensive“ für das kulturelle Erbe vorsieht. Zuvor hatte die Opposition bereits Anträge mit konkreten Vorstellungen eingebracht, die jedoch keine Mehrheit fanden.

(Bildquelle: Gizmodo.com)

Die verabschiedete Fassung wird von der Parlamentsmehrheit begrüßt – das Kabinett wird aufgefordert, innerhalb des verfügbaren Rahmens der Haushaltsmittel den Ausbau der technischen Infrastruktur der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) voranzutreiben und das Portal so schnell wie möglich freizuschalten.

Man will durch weitere Investitionen in die Digitalisierung mehr Kulturgüter und Wissenschaftsinformationen „sukzessive im gebotenen Umfang“ online verfügbar machen – dabei muss vorerst geprüft werden, welche zusätzlichen Finanzierungsquellen für den Zweck herangezogen werden können. Besonders viel Wert will man auf die Langzeitarchivierung legen.

Konstantin von Notz von den Grünen wirft der Koalition eine „große Distanz zum Projekt Deutsche Digitale Bibliothek“ vor. Die schwarz-gelbe Koalition würde keine Offensive starten, sondern die Umsetzung der Ideen bei der Digitalisierung verhindern. Dabei sei es aber notwendig, wichtige Kulturgüter zeitnah zu digitalisieren, da diese schnell ihre Haltbarkeit verlieren.

Im Namen der SPD verlangte Siegmund Ehrmann „mehr Drive“: Dem Koalitionskatalog zufolge würde sich nicht um aktuellere Werke gekümmert. Ansgar Heveling von der CDU/CSU-Fraktion unterstrich die Wichtigkeit der Wahrung des Urheberrechts bei der „Massendigitalisierung“. Im Frühjahr, so versicherte Reiner Deutschmann von der FDP, soll ein neuer Entwurf für den „3. Korb“ kommen.

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(Marco Schürmann | Quelle: heise.de)

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