Online-Werbung bleibt effizient

7. Februar 2012, 8:45 Uhr | Archiv

Die Preise für Werbeeinschaltungen bei den beiden Branchenriesen Google und Facebook sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Die wachsende Nachfrage hat in einigen Branchen schon dazu geführt, dass für einzelne Google-Keywords Preise pro Klick bezahlt werden, die sich unmöglich amortisieren können.

(Quelle: techmaza.in)

„In Branchen mit geringen Margen ist es kaum möglich, AdWords einzusetzen, ohne draufzuzahlen, besonders wenn hochpreisige Produkte verkauft werden“, sagt Suchmaschinen-Marketing-Experte Markus Schall. Werbung bei Facebook verfolge hingegen grundsätzlich andere Ziele als klassische Marketingmaßnahmen.

Trotzdem überbieten sich Unternehmen oft gegenseitig, um einen prominenten Platz auf der Suchergebnis-Seite zu ergattern. „Für Marken-zentrierte Unternehmen kann es sich aus Gründen der Sichtbarkeit trotzdem rechnen, die hohen Preise zu bezahlen. Das Preisniveau wird in den nächsten Jahren noch steigen und sich US-Verhältnissen angleichen. Das bedeutet eine Preissteigerung von etwa 30 Prozent“, sagt points24-Geschäftsführer Hans-Peter Anzinger. Aber selbst dann mache Werbung mit AdWords noch Sinn. „Der Kanal ist außerordentlich effizient“, so der Fachmann.

In kompetitiven Branchen wie Finanzdienstleistungen bewegen sich die pro-Klick-Preise bei Google AdWords bereits im hohen einstelligen Bereich. „Auch zweistellige Beträge sind schon bezahlt worden. Solche Summen rechnen sich aber nur in den wenigsten Fällen. Normalerweise muss ein Unternehmen für einen Werbe-Euro mindestens 1,10 Euro einnehmen“, sagt Anzinger. Auch bei günstigen Preisen kann ein Missverhältnis entstehen.

Online-Marketing hat sich im deutschsprachigen Raum durchgesetzt. Der Markt wird von Google und Facebook beherrscht. „Es gibt unter den Top-500-Unternehmen in der DACH-Region kaum noch Firmen, die Google nicht als Marketing-Kanal nutzen. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist eines der besten, auch im Vergleich zu Offline-Werbung. Facebook hat noch enormes Wachstumspotenzial und wird sich in den kommenden Jahren als Konkurrent für Google etablieren“, sagt Anzinger.

Neueinsteiger müssen einige wichtige Punkte beachten. „Für Anfänger kann es schwierig sein, die vielen Klicks in tatsächliche Käufe umzuwandeln. Hier gibt es bei vielen Firmen Optimierungspotenzial“, so Anzinger. Durch die Messinstrumente von Facebook und Google lassen sich Fehler aber relativ einfach lokalisieren. „Unternehmen können sowohl bei Google als auch bei Facebook sehr einfach überprüfen, wie effizient ihre Werbeausgaben investiert sind und entsprechend reagieren“, sagt Anzinger.

Bei Facebook ist eine Messung im Vergleich etwas schwieriger. „Die Zahlen müssen anders interpretiert werden. Bei Facebook erhält eine Firma nicht dasselbe Ergebnis für einen Werbe-Euro wie bei Google. Social-Media-Werbung hat andere Stärken. Kundenbindung, Interaktion und Kontakte knüpfen stehen hier im Vordergrund. Diese Größen sind schwierig zu quantifizieren. Die Reichweite von Facebook ist allerdings riesig“, sagt Anzinger. Auch bei Facebook werden die Preise in den nächsten Jahren tendenziell ansteigen. „Das Niveau wird sich bei einem Wert einpendeln, bei dem der Effizienz-Vorteil gegenüber klassischer Werbung nicht mehr so hoch ist“, erklärt er.

Ein Verzicht auf Online-Werbung kann sich auf lange Sicht rächen. „In Deutschland ist Online-Werbung mittlerweile der Haupt-Werbekanal für Versandhäuser. Die Unternehmen, die den Trend früh erkannt haben, haben die Nase vorn. Diese Entwicklung ist auch auf andere Branchen umlegbar“, führt er aus.

Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren.

(Markus Keßler/Marco Schürmann | Quelle: pressetext.com)

Über den Autor

Marco Schürmann

0 Kommentare


Was meinen Sie zu diesem Thema?

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Schreibe einen Kommentar

* Pflichtangaben; Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
 

Copyright

Copyright 2015 Bernd Zipper, zipcon consulting GmbH

Archiv