Mobiles Internet: Mehr Datenschutz

13. Februar 2012, 15:25 Uhr | Archiv

Am „Safer Internet Day“ haben Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner und Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf die Bedeutung des Datenschutzes beim mobilen Internet hervorgehoben. Es sei zwar praktisch, unterwegs im Internet zu surfen und überall E-Mails abzurufen, aber auch auf Smartphones und Tablet-PCs solle der Schutz persönlicher Daten nicht zu kurz kommen.

Quelle: www.dynamicbooks.com

Ministerin Aigner sagte in Berlin, dass die Sicherheitsstandards mit der technologischen Entwicklung Schritt halten müsse. Dazu gehören auch datenschutzfreundliche Voreinstellungen von Smartphones.

Vier von fünf Internetnutzern veröffentlichen oder speichern Daten im Web, ergab eine neue repräsentative Umfrage im Auftrag des Bitkom. Eine Mehrheit der Nutzer (63 Prozent) glaubt, das Thema Datenschutz werde „eher unterschätzt“. Deshalb rät der Bitkom Anbietern zu Transparenz. Nur so entstünde Vertrauen. Datenschutz ist Bitkom zufolge bereits in vielen Firmen Chefsache: Branchenübergreifend ist bei 41 Prozent die Zuständigkeit in der Geschäftsführung angesiedelt, in 33 Prozent der Fälle bei einem Bereichsleiter und in jedem vierten Unternehmen (25 Prozent) bei einer Fachabteilung. In der ITK-Branche ist der Datenschutz sogar zu 68 Prozent innerhalb der Geschäftsführung verankert.

Facebook und andere soziale Netzwerke
Nach der neuen Bitkom-Erhebung haben rund 43 Millionen Bundesbürger ein persönliches Online-Profil, das sind 80 Prozent der Internetnutzer. Die meisten Onliner (72 Prozent) veröffentlichen ihre persönlichen Angaben, Fotos oder Interessen in einem sozialen Netzwerk. 16 Prozent präsentieren sich in einer Singlebörse, 13 Prozent auf einer privaten Homepage.

Aigner betonte vor diesem Hintergrund die Bedeutung der aktuellen Initiative der EU-Kommission für einen einheitlichen Datenschutz in Europa, weil es ein grenzübergreifendes Thema sei. Die zersplitterte Rechtslage in Europa habe bisher dazu geführt, dass sich einzelne Unternehmen bevorzugt in einem EU-Land mit einem niedrigeren Datenschutzniveau als in Deutschland niederlassen. Innerhalb der EU bräuchte man vor allem eine Modernisierung des Datenschutzrechts. Die Regeln müssen so gestaltet sein, dass Datenmissbrauch verhindert und gleichzeitig die Bedienungsfreundlichkeit von Internetdiensten gewährleistet bleibt, rät der Bitkom-

Für Verbraucher haben das Bundesverbraucherministerium und der bitkom gemeinsam mit weiteren Partnern Tipps zur sicheren Smartphone-Nutzung zusammengestellt. Das Informationsblatt „Mobile Sicherheit – Ortung – Datenschutz“ ist kostenfrei verfügbar. Zudem bietet Bitkom ab sofort einen Online-Kurs zum Datenschutz an – mit einem Kapitel zu Smartphones. Das E-Learning-Angebot ist hier zugänglich.

Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren.

(Daniel Schürmann | Quelle: bitkom.org)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

0 Kommentare


Was meinen Sie zu diesem Thema?

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Schreibe einen Kommentar

* Pflichtangaben; Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
 

Copyright

Copyright 2015 Bernd Zipper, zipcon consulting GmbH

Archiv