Neuer Sony-CEO setzt auf OLED-Technik

14. Februar 2012, 13:28 Uhr | Archiv

Nachdem Sony vor einiger Zeit erklärte, dass man organische Displays nur noch für professionelle Anwendungen und Mobilgeräte plant, gibt es nun eine Kehrtwende. Der neue CEO von Sony, Kazuo Hirai erklärte man wolle wieder in die OLED-Forschung investieren. Grund: nur so könne man konkurrenzfähige Produkte im Fernsehbereich entwickeln, berichtet heise.de.

OLED-TV: Geräte mit organischen Leuchtdioden erreichen Heimkinoformat (Foto: LG)

Im Gegensatz zu neue Forschungsgeldern und verstärkter Entwicklung im Bereich OLED stehen kleine und mittlere LCD-Displays. Bei diesem steigt Sony Ende März ganz aus und gibt die Rechte und Verpflichtungen an eine Tochtergesellschaft ab. Hier sollen zukünftig auch Displays für Tablets und Smartphones gefertigt werden.

Sony war eines der ersten Unternehmen, die OLED-Displays entwickelt und produziert hat, die größer als Smartphone-Displays sind. 2001 wurde ein 13-Zoll großer Fernseher vorgestellt, der auf organischen Leuchtdioden basierte. 2009 wurde eine eigens für OLED-Entwicklung ausgegliederte Firma wieder eingestellt. Zuletzt wurde Anfang 2010 die Produktion des 11-Zoll XEL-1 OLED-TVs eingestellt, denn die Produktions- und Verkaufskosten sind extrem hoch gewesen.

Im professionellen Bereich konnte die OLED-Technologie weiter überzeugen. Si zeigte Sony ein 24,5 Zoll Display für die Rundfunktechnik und eine Videobrille mit OLED-Minidisplays. Zuletzt zeigte Sony auf der Consumer Electronics Show 2012 in Las Vegas im Januar ein Crystal LED Display. Dabei leuchtet pro Bildpunkt eine Halbleiterdiode – und ist damit sehr ähnlich zu den OLEDs. Vorteil: Es gibt keine Probleme mit unterschiedlichen Lebensdauern der farbigen Leuchtstoffe im Vergleich zu OLEDs. Problem: Bei rund sechs Millionen Subpixeln und einem (theoretischen) Preis von 0,1 Cent pro Pixel dürfte der Fernseher als FUllHD-Display deutlich über 6000 Euro kosten. Derzeit liegen die Preise für Leuchtdioden aber über den angenommenen Kosten von 0,1 Cent pro Stück, berichtet heise.de.

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(Daniel Mittendorf | Quelle: heise.de)

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Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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