Kodak erhält 950 Mio. Dollar Finanzspritze

16. Februar 2012, 12:45 Uhr | Archiv

Kodak hat kürzlich Insolvenz angemeldet. Jetzt hat das US-Insolvenzgericht um Richter Allan L. Gropper im südlichen New York sein Einverständnis für eine 950 Millionen US-Dollar Finanzspritze für den Konzern ausgesprochen. Kodak will damit seine Restrukturierung vorantreiben und Geldgeber sowie Anteilseigner bezahlen.

(Quelle: kodak.com)

Antonio M. Perez, Aufsichtsratsvorsitzender und CEO erklärte in einem Statement: „Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung Erhalt für Kodak, da die Ziele von letzten Monat weiter verfolgt werden können: Unsere Liquidität in den USA und in Übersee stärken, unsere intellektuellen Werte veräußern und uns zudem nur auf rentable Geschäftsfelder zu konzentrieren.

Schon seit 2008 hat Kodak keine schwarzen Zahlen mehr geschrieben. Daher war der Schritt den das US-Unternehmen Kodak am 19. Januar vollzogen hat schon lange absehbar. Eastman Kodak ist insolvent und hat einen entsprechenden Antrag gestellt. Der Pionier der Analogfotografie kam nie mit der Digitalisierung zurecht und ließ sich von der Konkurrenz abhängen.

Das Unternehmen will zumindest vorläufig die Geschäfte unbeeindruckt davon fortführen. Um dies zu erreichen, bekam das Unternehmen eine Finanzspritze in Höhe von rund einer Milliarde US-Dollar, das Ok kam jetzt vom US-Insolvenzgericht. Alle Tochterunternehmen außerhalb des USA sind von der Insolvenz nicht betroffen, hieß es.

Laut Unternehmensangaben will man das Insolvenzverfahren im kommenden Jahr beenden. Wie es dann weitergehen soll, ist noch nicht klar. Der große Gewinn-Einbruch bei Kodak kam, nachdem man die Digitalisierung verpasst hatte und zu lang auf analoge Fotografie setzte. Nun stehen die Arbeitsplätze der 19.000 Mitarbeiter auf dem Spiel. Vermutlich dürften einige Standorte in den USA geschlossen und zahlreiche Mitarbeiter entlassen werden, um die hohen Kosten zu senken.

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(Daniel Mittendorf | Quelle: engadget.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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