Google darf Motorola übernehmen

17. Februar 2012, 14:50 Uhr | Archiv

Nachdem Google vor wenigen Monaten 12,5 Milliarden US-Dollar für die Mobilfunksarte von Motorola geboten hat, mussten noch die Kartellbehörden in den USA, Deutschland sowie China, Taiwan und Israel ihren Segen für die Übernahme geben. In den USA und Europa scheint der Weg frei für den größten Kauf in Googles 13-jähriger Unternehmensgeschichte.

(Quelle: relevant.at)

Nachdem am vergangenen Montag die Regulationsbehörden in Europa und den USA ihr Ok für die Übernahme gegeben haben, muss Google nurnoch auf den Segen aus China, Taiwan und Israel hoffen, um die Kontrolle über Motorola zu übernehmen und selbst Produzent von Tablets und Smartphones zu werden. Auch weitere Privatkundengeräte, wie eine Musikanlage zu der es kürzlich erste Gerüchte gab, sind möglich.

Mit der Übernahme kommt Google auch in den Besitz von 17.000 Mobilfunkpatenten, die es dem Software-Riesen besser ermöglichen sollen, sich in Patentstreitigkeiten besser zu verteidigen. Vor allem Microsoft und Apple arbeiten sehr stark auf diesem Gebiet. Doch ob aus China ein Ok zur Übernahme kommt, bleibt fraglich. Denn Google und die Regierung stehen in keinem guten Verhältnis, nachdem das Unternehmen Hacker aus dem Land beschuldigt hat, in die eigenen Dienste eingedrungen zu sein.

Das US Justice Department hat sein Einverständnis zur Übernahme gegeben, weil man durch den Kauf keinen geringeren Wettbewerb auf dem Smartphone-Markt erwartet. In Europa wird man laut einer Mitarbeiterin der Wettbewerbskommission ein Auge auf die Marktteilnehmer werfen, die sich derzeit in verstärkter strategischer Benutzung von Patenten versuchen. Ansonsten habe man auch keine Einwände gegen den Kauf.

Mit der vor rund sechs Monaten bekannt gewordenen Übernahme gibt Google mehr aus, als mit allen bisherigen rund 185 Übernahmen seit 2004 zusammen. Das zeigt, wie wichtig dem Unternehmen die Übernahme von Motorola ist. Nach Bekanntwerden der Zustimmung Seitens der EU und der USA, konnte die Google und Motorola Aktie jeweils leichte Gewinne verbuchen.

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(Daniel Mittendorf | Quelle: engadget.com, huffingtonpost.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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