Digitale Medien retten Kulturgüter

20. Februar 2012, 12:32 Uhr | Archiv

Soziale Medien wie Facebook, Twitter oder YouTube könnten dabei helfen, dass von den derzeit global existierenden 7.000 Sprachen, die Hälfte bis zum Ende des Jahrhunderts nicht verschwindet. Zu diesem Schluss kommt K. David Harrison, Linguist am Swarthmore College in Pennsylvania. „Wir nennen das die Kehrseite der Globalisierung“, lässt sich Harrison von der BBC zitieren.

Bildquelle: Pixelio // Fotograf: Sebastian Bernhard

Bereits jetzt bedienen sich Minderheiten der neuen Medien, um ihre Sprache zu bewahren. Für Tuvan, eine Sprache, die von Nomaden in Sibirien und der Mongolei gesprochen wird, gibt es bereits eine eigene iPhone- App, um die besondere Aussprache zu vermitteln. Andere Völker würden wiederum soziale Medien nutzen, um jungen Menschen die Sprachen näher zu bringen.

„Man hört immer wieder von dem negativen Druck, den die Globalisierung auf kleine Kulturen ausübt, sich anzupassen. Aber der postive Effekt ist, dass eine Sprache, die nur mehr von fünf oder 50 Menschen gesprochen wird, durch digitale Technologien eine globale Stimme bekommt und ein weltweites Publikum erreichen kann“, so Harrison.

Dem Fachmann nach überleben trotz dieser technologischen Fortschritte nicht alle Sprachen. Viele davon verschwinden, sobald die letzten verbliebenen Menschen aus den jeweiligen Völkern sterben, sagt Harrison. Für viele andere könnten digitale Medien aber die Chance bringen, wieder mehr Verbreitung zu finden, nachdem sie bereits als verschwunden galten.

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(Georg Eckelsberger/Marco Schürmann | Quelle: pressetext.com)

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