Facebook-Shops schließen wieder
Große Marken schließen Angebote - Werbeeinnahmen steigen trotzdem
Einige große Marken haben ihre Facebook-Einkaufsmöglichkeiten nach kurzer Zeit wieder geschlossen. Gamestop, Gap, J.C. Pennery und Nordstrom sind nur einige der Firmen, deren hohe Erwartungen an das E-Commerce-Potenzial des sozialen Netzwerks nicht erfüllt wurden, wie Bloomberg berichtet.
Noch vor einem Jahr waren sich viele Experten einig, dass Facebook aufgrund seiner Größe der neue Marktplatz der Zukunft sein würde. Mittlerweile ist die Stimmung nicht mehr so optimistisch. Das Hauptproblem der meisten gescheiterten Facebook-Läden ist, dass wenige Kunden bereit sind, die bequemen und gewohnten E-Commerce-Plattformen direkt auf den Internetseiten der Hersteller gegen deren Facebook-Auftritte einzutauschen.
Sprecher der betroffenen Unternehmen führen die Misserfolge ebenfalls auf den fehlenden Mehrwert zurück. Deshalb ändern viele bei Facebook gescheiterte Händler ihre Strategie. Sie investieren lieber in ihre eigenen E-Commerce-Lösungen, die zudem mehr Flexibilität als der Facebook-Shop bieten.
Facebook verdient derweil noch gutes Geld mit den Geschäftsportalen. Die Werbeeinnahmen, die Nutzer in die Online-Läden lotsen sollen, steigen trotz der prominenten Fehlschläge an. Für Facebook ist es aber noch aus einem anderen Grund wichtig, dass die Geschäfte langfristig erfolgreich sind: Das soziale Netzwerk muss Mittel und Wege finden, wie es seine Nutzer länger auf der Plattform halten kann, damit mehr wirksamere Werbung verkauft werden kann.
Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren.
(Daniel Mittendorf | Quelle: pressetext.com)

