WAZ automatisiert die Druckvorstufe

24. Februar 2012, 9:51 Uhr | Archiv

Die WAZ Mediengruppe hat am Druckstandort Essen den vollautomatischen Vorstufen-Workflow Print image in Betrieb genommen. Dies geschah in Zusammenarbeit mit den Projektpartnern EAE und wobe-team, die einen integrierten PDF-/Tiff-Workflow mit automatisierter Plattenbelichtung realisieren sollten.

WAZ Medien Gruppe

Das System sollte komplexen Umplanungsprozessen auf der Druckmaschine folgen können, ohne dass Verzögerungen der Plattenbelichtung eintreten. Trotz der Forderung nach hoher Verarbeitungsgeschwindigkeit, Abbildung komplexer Produktionsprozesse und gleichzeitig komfortabler Bedienung, sollte das System im Vergleich zur Vorgängerlösung geringere Anforderungen an die Hardware-Ressourcen stellen.

Print image erfüllt diese Forderungen nach eigenen Angaben. Auch in Produktionsspitzen mit kontinuierlichem Seitenimport, Empfang von neuen Produktionsplänen und Auswertung von Umplanungen sorgt Print image für die Auslastung der sieben CTP-Belichter. Deren maximale Belichtungsleistung beträgt 1000 Broadsheet-Platten bei einer Auflösung von 1270 dpi.

Die Produktionsprozesse aus RIP- und Belichter-Ausgabe laufen automatisch ab. Bei Bedarf kann das Personal die Automatik jedoch übersteuern. Genutzt wird dies z.B., um den finalen Belichtungsstart manuell auszulösen, statt dies auf Basis der Uhrzeit des Druckstarts vollautomatisch erfolgen zu lassen. Die Planungsdaten erhält Print image von der Produktionsplanung EAE Print. Als Datenaustauschformat kommt PRIME zum Einsatz. Durch den Planungsimport stehen für jede einzelne Platte Belichtungsinformationen zur Verfügung. Einer Besonderheit der Produktion der WAZ Mediengruppe trägt Print image ebenfalls Rechnung. Bei Falz-Umplanungen werden Platten normalerweise erneut belichtet, da eine Neubestückung der Zylinder erfolgt. Da bei der WAZ Mediengruppe Platten sektionsübergreifend wiederverwendet werden, enthält Print image einen Konfigurationsschalter, der die erneute Belichtung unterbindet.

Als Hardware kommt ein System aus zwei Servern mit externem RAID-Storage zum Einsatz. Die Systeme sind als Cluster mit automatischer Failover Umschaltung ausgelegt. Print image nutzt die Hardware-Ressourcen aufgrund der internen Multithreading- und Multiprocessing-Architektur so performant, dass selbst mit nur einem Server, die benötigte Verarbeitungsleistung für alle Belichter erhalten bleibt.

Durch die erfolgreiche Inbetriebnahme am Standort Essen plant die WAZ nun das Update der bestehenden Lösung am Standort Hagen. Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren.

(Daniel Mittendorf | Quelle: waz.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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