Trend: Cloudpaging für Anwendungen

12. März 2012, 14:46 Uhr | Archiv

Immer mehr wandert in die Cloud. Neben Office-Software und Medieninhalten werden mittlerweile komplette Arbeitsumgebungen und verschiedene Dienstleistungen virtualisiert und auf Server in große Rechenzentren ausgelagert. Jedoch müssen Nutzer dafür oftmals Verzögerungen hinnehmen, oder über einen Internetzugang mit sehr hoher Bandbreite verfügen. Das Unternehmen Numecent möchte mit einer Technologie namens „Cloudpaging“ diese Mankos beheben.

Quelle: www.dynamicbooks.com

Weniger Traffic, schnellerer Start
Die „Bündelung“, die von der Firma als Virtualisierungsverfahren und „Dropbox für Software“ beschrieben wird, setzt auf ein simples Prinzip. Auszuführende Software wird für die Cloud aufbereitet. Dies geschieht, indem sie von Numecents Dienst analysiert und in verschiedene, funktionale Bestandteile zerlegt wird. Nach Angaben der Erfinder soll dazu kein Zugriff auf den Sourcecode der jeweiligen Anwendung erforderlich sein und der Service mit jeder Windows-Anwendung als auch dem Betriebssystem selbst funktionieren.

Einmal auf die Server übertragen, muss die Software zur Ausführung nicht mehr komplett heruntergeladen und auch nicht installiert werden. Stattdessen werden vorab nur die meistgenutzten Bestandteile des Programms übertragen und lokal ausgeführt. Weitere Module werden nachgeladen, wenn sie benötigt werden. Dies soll nicht nur den Start von cloudifizierter Software erheblich beschleunigen – Numecent spricht von einem Faktor 20 bis 100 – sondern schont auch die Leitung. Im Schnitt soll der Erstdownload rund fünf Prozent der Größe der Originalanwendung ausmachen.

Photoshop in 30 Minuten cloudifiziert
Anbieter können ihre Anwendungen bei Numecent automatisch vorbereiten und Hochladen lassen, wobei ihnen für die weitere Verwendung der Programme und Bestandteile ein Lizenzmanagement-System zur Verfügung steht. Die Dauer der Aufbereitung variiert mit Komplexität und Größe des jeweiligen Programms. Der oft eingesetzte Adobe Photoshop soll rund eine halbe Stunde benötigen, um in der Cloud der „Jukebox“-Server laufen zu können.

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(Daniel Mittendorf | Quelle: pressetext.com)

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