E-Book-Ausleihe per Internet ausweiten

14. März 2012, 9:28 Uhr | Archiv

Der Hightech-Verband BITKOM fordert eine bessere Ausstattung der kommunalen Bibliotheken mit elektronischen Medien. Das Angebot elektronischer Medien und insbesondere von E-Books in öffentlichen Bibliotheken sei noch zu gering, so der Bitkom im Vorfeld der Leipziger Buchmesse. Nach Angaben des Deutschen Bibliotheksverbands bieten erst 10 Prozent der öffentlichen Bibliotheken eine Online-Ausleihe von E-Books, Hörbüchern und anderen digitalen Medien an.

Nook E-Reader von Barnes & Noble (B&N) (Quelle: hothardware.com)

Zudem ist der Bestand verfügbarer Titel in den 350 öffentlichen Bibliotheken mit Online-Ausleihe eher bescheiden. So sind z.B. in den Bibliotheken Berlins rund 600 Sachbücher, aber nur knapp 100 Titel in der Rubrik Belletristik für E-Reader und Tablet Computer verfügbar. E-Reader sind Lesegeräte, die speziell für die Darstellung elektronischer Buchinhalte entwickelt wurden. Tablet Computer haben mehr Funktionen und können auch andere Medien verarbeiten, zum Beispiel Fotos speichern oder Filme abspielen.

Deutlich mehr Titel gibt es in den Bibliotheken in Form von PDF-Dateien, die auf Personal Computern (Windows oder Apple) gelesen werden können. Zudem sind in den Bibliotheken Zeitungen, Magazine und Hörbücher online verfügbar. Mit der steigenden Verbreitung von Tablet Computern und E-Readern verändern sich die Lesegewohnheiten der Menschen rapide. Darauf müssen die öffentlichen Bibliotheken schnell reagieren, wenn sie die junge Generation nicht verlieren wollen, so das Kredo des Verbands. Viele Bibliotheken litten allerdings unter Mittelkürzungen wegen leerer öffentlicher Kassen. Ferner müssen sie von den Verlagen die notwendigen Rechte erhalten, was nicht die Regel ist.

Weitere Themen rund um E-Books, E-Reader und digitales Publizieren hat BITKOM in einer aktuellen Broschüre zusammengefasst.

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(Daniel Mittendorf | Quelle: www.bitkom.org)

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