Kommentar: Adobe DPS & das neue iPad

14. März 2012, 14:28 Uhr | Archiv

Das „neue iPad“ ist da. Mit dabei ein hochauflösendes Display, welches weit über 200 dots per inch (dpi) darstellen kann – genauer 264 Bildpunkte pro Zoll. 2048×1536 Pixel auf nur 9,7 Zoll, damit dürfte Apples neues iPad als erstes Tablet den Hochglanzmagazinen mit 300 dpi den Kampf angesagt haben. Ein Problem dürfte aber die hohe Auflösung der neuen Tablets mit sich bringen. Aktuelle Magazine sind als iPad oder Android App bereits jetzt riesig. Wie soll das erst beim neuen iPad sein?

Digital Magazine Solution (Quelle: Adobe YouTube Video)

Noch nie dagewesene Bild- und Textschärfe dürften in Zukunft auch auf den Geräten der Konkurrenten Einzug erhalten. So soll Samsung an einem 11,6 Zoll Gerät mit 2560 x 1600 Pixel Auflösung arbeiten.

Der Download einer Magazin-Ausgabe beläuft sich meistens auf 200 bis 500 Megabyte. Nun bringen die neue Tablets eine viermal größere Anzahl an Pixel mit. Klar, dass Fotos und Videos jetzt ebenfalls hochauflösende in die Folio-Dateien der Adobe Digital Publishing Suite eingebunden werden. Doch alte iPad und Tablets können mit diesen Dateien wenig anfangen und so müssen auch Tablets mit niedrigerer Auflösung unterstützt werden. Bei Adobe sollen die Verleger den Weg gehen und zwei Arten von Auflösungen in eine Folio-Datei schreiben: Einmal für die Auflösung 1024×768 und einmal für 2048×1536. Da auch Textseiten als gerasterte Bilddateien gespeichert und mitgeliefert werden, wird sich die Dateigröße der Magazinausgaben mindestens vervierfachen. Statt wie bisher 500 MB könnte eine einzelne Ausgabe dann 2 GB an Dateien herunterladen. Bei einem iPad mit nur 16 GB Speicher ist da Platz für 8 Ausgaben, wenn nicht noch andere Dateien wie Musik, E-Books etc. gespeichert sind. Auch die Flatrates der Mobilfunkanbieter sind bei diesen Datenmengen schnell erschöpft.

Klar, dass sich hier die Entwickler bei Adobe und auch Quark Gedanken darüber machen. Klare Aussagen gibt es bisher aber nur Seitens Quark. Dort werden die meisten Inhalte (hauptsächlich Text) als Vektor gespeichert. Die Textseiten werden also entsprechend hoch- oder herunterskalierbar sein. Bei Adobe will man das neue iPad nach bestem Können unterstützen. Laut einem Adobe-Foren-Beitrag will man hier womöglich auf PDF als Seitenbeschreibungssprache setzen, statt wie bisher auf einem rasterbasierten System. Konkrete Details dazu gibt es aber noch keine.

Wir bleiben für Sie dran. Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren.

(Daniel Mittendorf)

Über den Autor

beyond-print.de

0 Kommentare


Was meinen Sie zu diesem Thema?

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Schreibe einen Kommentar

* Pflichtangaben; Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
 

Copyright

Copyright 2015 Bernd Zipper, zipcon consulting GmbH

Archiv