Cloud-Computing gewinnt an Bedeutung

16. März 2012, 12:10 Uhr | Archiv

Der klassische Desktop-PC wird immer unwichtiger. Viele Tätigkeiten werden von der eigenen Hardware auf Rechenzentren ausgelagert, der eigene Rechner wird zunehmend zum Terminal für die Fernbedienung von Apps. Spätestens 2014 wird die Cloud das maßgebliche Zentrum des digitalen Lebens sein. Dies prognostiziert das renommierte Marktforschungsunternehmen Gartner in einer Studie. Die Experten prognostizieren die fünf „Megatrends“ für die kommenden Jahre.

Desktop-PC: Bald nur noch "eine von vielen Optionen" - (Foto: Hewlett-Packard)

Die „Consumerization“ der Technik schreitet unaufhaltsam voran, so die Forscher. Der Einzug von Elektronik in die Haushalte, beginnend beim Heimcomputer bis hin zum heute blühenden Markt für Tablets- und Smartphones hat auch zu rasanten Veränderungen im Nutzerverhalten geführt. So sagt Gartner, dass die Nutzer von heute wesentlich technologie-affinier sind und unterschiedlichste Erwartungen an die Technik stellen. Internet und soziale Medien haben ihnen im Laufe der Zeit deutlich mehr Mitsprache eingeräumt. Und letztlich werden die Nutzer auch selbst zu Innovatoren.

Weiters rechnet Gartner damit, dass Virtualisierung immer alltäglicher wird. Die Technik, die einst das Arbeiten in geschlossenen Sandkästen in Form virtueller Maschinen für Spezialzwecke ermöglichte, überbrückt heute zahlreiche Schwierigkeiten, die die große Fülle an unterschiedlichen Endgeräten mit verschiedenster Hardware mit sich bringt. Sie ist der Schlüssel, der auch Low-End-Devices den Zugang zu enormer Rechenleistung ermöglicht und leistungsfähige Anwendungen damit weit verfügbar macht.

Eine weitere, durchaus schon sichtbare Entwicklung ist der Schritt von klassischer Software zu Apps, der besonders im Umfeld von Unternehmen rasant an Wichtigkeit gewinnt. Statt Anwendungen auf den vielen, unterschiedlichen Geräten einer Firma zum Laufen bringen zu müssen, macht ihre Umsetzung in eine App auf Basis standardisierter Cross-Plattform-Technologien die technische Ausstattung der Clients zur Nebensache.

Für den Durchschnittsnutzer bedeutet die ständig verfügbare „Self-Service Cloud“ ebenfalls einen Umbruch. Das Abrücken von proprietären, lokalen Plattformen, wie Betriebssysteme es in der Regel sind, verbreitert auch das Spektrum an verfügbaren Anwendungen enorm. Der Schritt ins Web wiederum ist die Grundlage, auf der die fünfte Trendprognose aufbaut.

Die starke Verbreitung von zunehmend leistungsfähiger werdenden Handheldgeräten, sowie die steigende Penetration im Bereich mobiler Breitbandzugänge entkoppeln den Zugang zu eigenen Inhalten und digitalen Aktivitäten von Zeit und Ort. Entwicklungen wie kontextuale Suchalgorithmen und Spracheingabe erleichtern und vereinfachen den Umgang, was nach Ansicht von Gartner auch dazu führen wird, dass es nicht mehr ein hauptsächlich verwendetes Device geben wird, sondern der User je nach Bedarf entscheidet.

„Die Kombination dieser Megatrends und neuen Technologien kulminiert in der Ära der Personal Cloud“, so Gartner-Analyst Stephen Kleynhans. „Die Menschen werden eine Reihe verschiedener Geräte nutzen und der PC wird eine vieler Optionen davon sein.“

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(Georg Pichler/Marco Schürmann | Quelle: pressetext.com)

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