Aufwind für Hardcover-Produktionen

26. März 2012, 9:58 Uhr | Archiv

Dass gedruckte Bücher auch langfristig nicht von elektronischen Lesegeräten und Audio-Angeboten vollständig abgelöst werden, zeigen aktuelle Studien ebenso wie die steigende Nachfrage nach Produkten, wie etwa dem Fotobuch. Das Rezeptionsverhalten der Verbraucher wird sich auch in Zukunft weiter verändern, da sind sich Fachleute aus Industrie, Verlagen und Wissenschaft weitgehend einig.

Quelle: Pixelio // Fotograf: tommyS

“Die Digitalisierung verändert das Verlagsgeschäft radikal und macht Geschäftsmodelle notwendig, die diesem Wandel Rechnung tragen”, so Kai Büntemeyer, Geschäftsführender Gesellschafter des Weltmarktführers für Buchbindereimaschinen, Kolbus, aus dem ostwestfälischen Rahden. Das zum Beispiel in der medizinischen Fachliteratur noch immer 95 Prozent der Ärzte gedruckte Fachzeitschriften den Online-Ausgaben vorziehen und Berichten zur Folge der Output an Druckerzeugnissen auch im Hardcover-Bereich weder sinkt noch stagniert, sondern steigt, zeigt, dass die verschiedenen Medien zumindest in absehbarer Zukunft parallel und je nach Vorteilen des Mediums genutzt werden.

Während die Branche in 2011 mit Investitionen im Bereich der Hardcover-Buchbindereimaschinen zögerte, verzeichnet Kolbus seit Beginn 2012 einen kontinuierlichen Anstieg weltweiter Order von Hardcover-Buchstraßen. “Neun verkaufte Maschinen in neun Wochen sind ein mehr als erfreulicher Einstieg ins laufende Geschäftsjahr”, so Wilfried Kröger, Vertriebsleiter bei Kolbus. Neben dem Investitionsstau, der sich aufgrund des branchenweiten Strukturwandels und der allgemeinen Konjunkturschwäche ergeben habe, sähen die Industrieunternehmen längst wieder neue Perspektiven im Hardcover-Bereich. Für das Fotobuch, als eines von verschiedenen, neuen Geschäftsmodellen, würden weltweit zusätzliche Kapazitäten benötigt. So kommen die Buchstraßen-Order zu mehr als 50 Prozent aus asiatischen Ländern. Aber auch europäische Druckereien und weiterbearbeitende Betriebe machen einen Großteil der Neubestellungen aus. Die industriellen Anwender entschieden sich für die Kolbus-Buchstraßen, “weil die veränderten Märkte eine Maschinentechnologie erforderlich machten, die besonders flexibel auf alle Anforderungen – von der Losgröße 1 bis zur Massenauflage – reagieren könne”, so Wilfried Kröger weiter. Mit der neu aufgelegten BF 530 sei diese Flexibilität auf lange Zeit gewährleistet. Darüber hinaus werde dieser Maschinentyp auch weiterhin auf die Bedürfnisse des Marktes optimiert. Die letzten technischen Neuheiten der derzeit schnellsten Hardcover-Buchstraße der Welt präsentiert Kolbus einem internationalen Publikum vom 3. bis 16. Mai auf der drupa in Düsseldorf.

Mit rund 1200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört die KOLBUS GmbH & Co. KG weltweit zu den führenden Anbietern von Buchbinderei-Maschinen im gehobenen Leistungssegment. Seit über 230 Jahren hat Kolbus seinen Sitz im ostwestfälischen Rahden und seit 110 Jahren werden dort erfolgreiche Buchbindereimaschinen gebaut. In der Druckweiterverarbeitung hat Kolbus immer wieder neue Standards gesetzt. Kontinuierliche technische Innovationen haben diese Entwicklung vorangetrieben. Allein 130 Frauen und Männer arbeiten bei Kolbus in der technischen Entwicklung. Mit dieser Entwicklungskapazität liegt das Rahdener Unternehmen in der Papierverarbeitungstechnologie ganz klar an der Weltspitze. So verwundert es auch nicht, dass fast jedes Buch, das weltweit produziert wird, in seinem Herstellungsprozess einmal mit einer Kolbus-Maschine in Berührung kommt. Inlinefertigungsanlagen für die Produktion von Zeitschriften, Katalogen, Paperbacks und Hardcover-Büchern sind eine Kolbus-Spezialität und repräsentieren geballtes Know-how, überlegene Erfahrung und innovative, zukunftsorientierte Technik.

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(Marco Schürmann | Quelle: Pressemeldung KOLBUS GmbH & Co. KG)

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