Disconnect.me will mehr Privatsphäre

26. März 2012, 9:55 Uhr | Archiv

Ex-Google-Entwickler Brian Kennish hat zusammen mit einem weiteren ehemaligen Suchmaschinen-Angestellten und einer Konsumentenschützerin die Firma Disconnect.me gegründet. Kürzlich haben die Datenschützer erfolgreich 600.000 Dollar an Venture-Kapital gesammelt, um die Unternehmung zu professionalisieren.

Quelle: Pixelio // Fotograf: Oleg Rosental

Neben dem wachsenden Angebot an kostenlosen spezifischen Browser-Plugins zum Schutz vor diversen Datenkraken soll mittelfristig eine Plattform aufgebaut werden, die Usern umfassende Kontrolle über ihre Daten ermöglicht.

Zu Beginn nur Hobby
Im Oktober 2010 hat Kennish als Hobby eine Erweiterung für den Browser „Chrome“ geschrieben, die es ermöglicht, Facebooks Kontakt zu Dritten zu unterbinden. Schon nach zwei Wochen hatte Facebook Disconnect über 50.000 aktive Nutzer. Heute wird das Add-on von über 200.000 Usern verwendet.

Vom Erfolg überrascht entschloss der Google-Entwickler seinen Job aufzugeben und den Datenschutz zu seinem Hauptberuf zu machen. Kurz darauf weitete er die Funktionalität von Disconnect auf andere Angebote wie Digg, Google, Twitter und Yahoo aus. Mehr als 400.000 Menschen nutzen die Gratis-Produkte regelmäßig.

Weitere Browser
Zusammen mit einem ehemaligen Google-Mitarbeiter und einer Konsumentenschutz-Anwältin gründete Kennish Ende 2011 eine Start-up. Unternehmensziel ist es, Disconnect.me zu einer Plattform zu machen, die Usern erlaubt selbst zu bestimmen, was mit ihren Daten geschieht. In einem ersten Schritt soll der unkontrollierte Abfluss von Daten im Internet gestoppt werden. Später sollen Einstellungsmöglichkeiten folgen, die eine exakte Steuerung der Weitergabe von persönlichen Daten erlauben. Disconnect.me beteuert, selber keinerlei Daten zu sammeln.

Nachdem erfolgreich neues Kapital gesammelt werden konnte, bringt Kennishs Team jetzt Google Disconnect und Twitter Disconnect für Chrome, Firefox und Safari auf den Markt. Facebook Disconnect gibt es schon seit geraumer Zeit für die drei beliebtesten Browser. Wie das Unternehmen in Zukunft profitabel werden will, ist noch nicht bekannt.

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(Daniel Mittendorf | Quelle: pressetext.com)

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1 Kommentar

  1. Antworten

    Fabian

    26. März 2012

    Ein tolles Start up. Meiner Meinung nach gibt es genau in diesem Bereich den nächsten Internet Boom


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