Die Bibliothek der Zukunft

4. April 2012, 9:22 Uhr | Archiv

Die Bibliothek als reine Büchersammlung gehört der Vergangenheit an. Informationen werden zunehmend digital gespeichert und bereitgestellt, ob als Multimedia-Produkt, Online-Katalog oder in der Daten-Cloud. Umso dringender bedarf es neuer Informationsstrukturen. In der zehnten Auflage der renommierten Konferenzreihe zeigt die Bielefeld Konferenz 2012 Visionen solcher zukünftiger Strukturen auf.

(Bild: 123rf.com)

Gastgeber ist die Universitätsbibliothek Bielefeld. Bibliothekarinnen und Bibliothekare aus Europa und Übersee tagen vom 24. bis zum 26. April in der Stadthalle Bielefeld unter dem Titel „Shaping Future INFO-Structures. Feeding Data, Designing Information Services and Constructing ICT-Infrastructure for a Digital Natives World” („Zukünftige Informationsstrukturen entwerfen. Daten einspeisen, Informationsangebote entwickeln und eine Informations- und Kommunikationstechnologie für Digital Natives schaffen“). Die Tagungssprachen sind Englisch und Deutsch.

Eine Bibliothek ohne Bücher ist nach wie vor undenkbar, eine Bibliothek ohne PCs und IT-Infrastruktur mittlerweile aber ebenso. Um die Zukunft von Informationsstrukturen geht es bei der zehnten Bielefeld Konferenz der Universitätsbibliothek Bielefeld. In der Welt gedruckter und digitaler wissenschaftlicher Informationen verschwimmen die Grenzen zwischen reinem Text und Multimedia, zwischen digitalen Katalogen und Datenbanken, zwischen lokal gespeicherten Informationen und Cloud-Services, zwischen beschränktem und offenem Zugang zu Informationen, zwischen Wissenschaftlern und Bibliothekaren, Autoren und Verlagen. Trotz schwindender Grenzen besteht ein dringender Bedarf an neuen Strukturen für Daten, Dokumente, Services und Organisationen. Wie diese aussehen können, wollen rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 20 Ländern aus Europa, aber auch aus Übersee bei der Konferenz in Bielefeld ergründen. Die Vortragenden kommen aus Deutschland, den Niederlanden, der Schweiz, Belgien, Norwegen, Großbritannien, den USA und Indonesien.

Die Konferenz ist die zehnte in einer Serie, die seit 1992 von der Universitätsbibliothek Bielefeld in der Stadthalle Bielefeld organisiert wird. Die bisherigen Konferenzthemen spiegeln die Entwicklung der elektronischen Informationsversorgung der letzten 20 Jahre wider. Waren es anfangs noch praktische Fragen der Informationsbereitstellung über CD-ROMs im Intra- und Internet, ging es später um die Konsequenzen des Elektronischen Publizierens und schließlich um die Perspektiven der Digitalen Bibliotheken. Im Mittelpunkt standen dabei immer innovative nutzerorientierte Informationsdienste, die weit über das traditionelle Aufgabenspektrum wissenschaftlicher Bibliotheken hinausreichen.

Die Konferenzen sind zu einem wichtigen Forum für international renommierte und visionäre Referentinnen und Referenten geworden und genießen ein hohes Ansehen unter Bibliotheksleitern und Führungskräften der Informationsbranche, die sich über Strategien zur Weiterentwicklung wissenschaftlicher Bibliotheken austauschen wollen.

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(Marco Schürmann | Quelle: uni-bielefeld.de)

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