Android: Flatrate für digitale Magazine

5. April 2012, 9:30 Uhr | Archiv

Fünf große Verlage bieten in Amerika jetzt eine Flatrate für die digitalen Versionen Ihrer Magazine an. Für einen Preis ab 9,99 Dollar pro Monat kann man so bis zu 32 Titel lesen. Eine entsprechende App für Android-Geräte macht es möglich.

(Quelle: spiegel.de)

Unter dem Namen „Next Issue Media“ laufen bereits seit 2009 die Planungen der Verlage „Condé Nast“, „Hearst“, „Meredith“, „News Corp“ und „Time“, in den Markt für digitale Magazine einzusteigen. Mit der „Next Issue“ genannten App startet nun das Angebot.

Für 9,99 Dollar im Monat hat man Zugriff auf einige der monatlich erscheinenden Magazine der Verlagshäuser. Zahlt man 15 Dollar erhält man darüber hinaus Zugriff auf einige wöchentlich erscheinende Publikationen, so dass man bis zu 32 Magazine lesen kann. Bis Ende des Jahres soll das Angebot auf 75 Titel ausgebaut werden.

Eine Besonderheit ist, dass man sich nicht auf ein Abonnement eines bestimmten Magazins festlegt, sondern für seinen Monatsbeitrag aus dem kompletten Angebot auswählen kann. Man erhält also eine „Magazin-Flatrate“.

Eine Kopplung der digitalen Ausgabe an ein Print-Abo ist nicht vorgesehen. Ferner können im Archiv nur digitale Ausgaben seit Anfang 2012 aufgerufen werden.

Um das Angebot nutzen zu können, ist ein Android-System nötig, auf dem mindestens Version 3 des mobilen Betriebssystems, genannt „Honeycomb“, laufen muss. Viele auf dem Markt befindliche Smartphones aber auch der Kindle Fire von Amazon, der eine modifizierte Version von Android 2 nutzt, bleiben damit außen vor.

Ebenfalls außen vor bleiben bisher Besitzer eines iPads. Eine App für diese Geräte befindet sich in Entwicklung, ein Erscheinungstermin wird aber noch nicht genannt.

Die Verleger sehen das Projekt nach eigenen Aussagen als Experiment mit ungewissem Ausgang an. „Jeder, der sagt, er habe die Antwort, oder sein Modell würde in fünf Jahren erfolgreich sein, ist unseriös. Wir sind noch im Lern-Modus“ sagte zum Beispiel John Loughlin der bei „Hearst“ für den Tablet-Bereich zuständig ist.

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(Florian Meier | Quelle: Spiegel Online)

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