Android-Apps unter Windows nutzen

12. April 2012, 9:45 Uhr | Archiv

Dank der Software „BlueStacks“ können Nutzer von Android-Smartphones ihre Apps jetzt auch auf Windows-Systemen nutzen. Neben dem Download der Apps aus dem Android eigenen App Store ist auch die Synchronisation mit einem entsprechenden Smartphone möglich.

(Quelle: techcrunch.com)

Ziel der BlueStacks-Entwickler ist es, mobile Anwendungen auf Windows-Systemen performant laufen zu lassen und so die Brücke zwischen mobilen Anwendungen und klassischen PC-System zu schlagen. Die Entwickler von Android-Apps erhalten so einen weitaus größeren Kundenkreis und sparen dabei den Portierungsaufwand ihrer Anwendungen.

Möglich gemacht wird dies durch eine „Layercake“ genannte Technologie. Sie stellt eine Software-Schnittstelle zwischen den Android-Anwendungen und der PC-Hardware her. So wird zum Beispiel die Nutzung von Grafikkarten zur Darstellung ressourcenhungriger Anwendungen ermöglicht. Aber auch Smartphone-spezifische Eigenschaften wie die Steuerung über Touchscreens werden auf konventionelle PC-Systeme übertragen. Hier erfolgt die Steuerung dann mit Tastatur und Maus.

Ein Vorteil für Nutzer von BlueStack ist, dass sie auf mehreren Plattformen mit gewohnter Software arbeiten können. Aber auch die Schonung mobilen Datenvolumens und die Nutzung höherer Übertragungsgeschwindigkeiten kann von Interesse sein.

Die Synchronisation mit einem Smartphone erfolgt über die kostenfrei erhältliche „Cloud Connect“-App, die ebenfalls von den BlueStacks-Entwicklern zur Verfügung gestellt wird. Neben der Anbindung an den Android Market („Google Play“), können Benutzer auch auf drei weitere App Stores für Android-Anwendungen zugreifen. Darunter ist auch der Amazon Appstore, der bisher jedoch nur für Nutzer aus Amerika nutzbar ist.

Das ein grundsätzliches Interesse an dieser außergewöhnlichen Software besteht, zeigen die Downloadzahlen: Seit Erscheinen der Beta-Version Ende März wurde die Anwendung bereits über 1 Millionen Mal heruntergeladen und wird seitdem mit etwa 12 Millionen Apps weltweit genutzt.

Dieser Erfolg, der beim Release einer Alpha-Version im letzten Jahr bereits ähnlich groß war, sicherte nun auch die Finanzierung des Projektes. Namhafte Chiphersteller wie Qualcomm und AMD aber auch weitere Unternehmen haben bisher eine Gesamtsumme von 15 Millionen US-Dollar in das Unternehmen investiert und so dessen Zukunft vorerst gesichert.

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(Florian Meier | Quelle: Techcrunch)

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