Sehenwürdigkeiten mittels 3D-Drucker restaurieren

13. April 2012, 7:45 Uhr | Archiv

An vielen Bauwerken nagt der Zahn der Zeit. Notwendige Restaurierungen können in vielen Fällen aufgrund der hohen Kosten nicht durchgeführt werden. Britische Forscher wollen moderne Technik nun besser nutzen, um schnell und kosteneffektiv benötigte Bauteile zu rekonstruieren.

Bild: Loughborough University

Durch die technologische Entwicklung von Druckverfahren und Druckmaterialien wird es immer einfacher, Gegenstände mit Druckern detailgetreu zu rekonstruieren. Forscher der Loughborough University haben dazu Ornamente und andere Bauteile in der Verbotenen Stadt in Beijing/Peking mittels 3D-Scanner erfasst. Mit den erstellten Modellen ließen sich dann einzelne Schmuckelemente detailgetreu mit 3D-Druckern reproduzieren.

Der Vorteil das 3D-Drucks liegt hierbei deutlich auf der Hand: Kosten- und zeitintensive Handarbeiten und aufwendige Vermessungen für die oft sehr filigran gearbeiteten Verzierungen können hierbei auf ein Minimum reduziert werden. Auch die Serienfertigung bzw. die Erstellung mehrere identischer Bauteile ist einfacher und exakter zu realisieren. Die bereits heute verfügbaren Druckmaterialen ermöglichen es zudem, die Haptik und das Aussehne der verschiedensten Materialen wie Stein oder Metallen zu simulieren.

Als Pilotprojekt erhielt die Loughborough University die Anfrage, ein Pavillon im Garten der Verbotenen Stadt zu restaurieren. Da der gesamte Museumsbereich aktuell einer Vielzahl von Restaurierungen unterzogen wird, könnte ein weiterer Einsatz dieser neuen 3D-Vermessungs- und Reproduktionstechniken erhebliche Zeiteinsparungen und immense Kostenreduzierung für das gesamte Projekt bedeuten und sicherlich zeitnah auch an anderen Orten weltweit Verwendung finden.

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(Nils-Arne Pohlandt | Quelle: Loughborough University)

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